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soitigen „Achtung" — von Seiten der Sträflinge, über welche erinfolge seines Amtes eine nicht zn unterschätzende Autorität aus-übte — aber auch ebenso von Seiten der Verwaltung, die einenMann, der infolge langer Gewohnheit den ganzen Mechanismus desAnstaltsdienstes besser als irgend ein anderer kannte, nicht leichtentbehren konnte. . .
Unser J . . . . besann sich auch gar nicht lange, sondernschrieb an den Direktor folgendes Briefchen:
..Sehr geehrter Herr!
Sie kennen mich. Sie wissen, wer ich bin. was an mir ist.und Areiche Dienste ich Ihnen zu leisten vermag. Nun soll ichaber bald wieder in die Welt „hinausgespieen" (removi) werden,wo ich wirklich absolut nichts Gescheites anzufangen weiss. So-bald meine paar Spargroschen zu Ende gehn, werde ich mich nocheinmal recht gründlich amüsieren und mich dann natürlich wiederarretieren lassen. "Wollen Sie dann, sobald ich wieder zu ein paarJahren Zuchthaus verurteilt sein werde, die ausserordentliche Gütehaben, mich gleich wieder für Clairvaux zu reklamieren — ichwerde sie über Zeit und Ort verständigen — und bitte, behaltenSie mir meinen Posten frei. Wir werden uns beide über diesesArrangement nicht zu beklagen haben."
Darnach begreift man die parodoxe Behauptung, dass dasGefängnis kaum die Furcht und den Abscheu hervorrufe, den manvon dieser Strafe erwartet, oder dass es diese Gefühle höchstensbei solchen bewirke, bei denen es gar nicht nötig wäre, bei denen,die am wenigsten Aussicht haben, jemals hinein zu kommen.
..Ich wage sogar zu behaupten — fährt unser Autor fort —dass das Gefängnis eine Art von Treibhaus für Giftpflanzen ist unddass sich gerade hier die furchtbare Armee des Verbrechens rekru-tiert und einexerziert."
..Wie viele Unglückliche wurden auf diese Weise, weil sieeinmal in einer Stunde der Verirrung vom rechten Wege abge-wichen, für allezeit dem Verderben preisgegeben, sobald sie einmaldie Grenze des ersten Höllenkreiscs überschritten. Statt sie zubessern, hatte sie das Gefängnis bis ins innerste Mark hinein ver-dorben — unheilbar. Es scheint, dass ihre Perversität mit derLänge der Strafzeit wuchs und dass in ihrem schon an und für sichgeschädigten Bewusstsein das Unterscheidungsvermögen zwischenGut und Böse immer mehr in Verwirrung geriet und gänzlich zuerlöschen drohte."
..Von nun an musste ihr Dasein der menschlichen Gesellschaftzur Last fallen, bis diese sie eines schönen Tages, wenn sie geradeihre Hände in fremde Taschen gesteckt oder mit Blut besudelt