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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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Bei der am 20. vorgenommenen Autopsie zeigten sich inner-lich alle Anzeichen vorgeschrittener Verwesung und der Asphyxie:flüssiger Zustand des Blutes, hämorrhagische Flecken an der Rippen-pleura. an der Lungenarterie und an der Bronchial- und Tracheal-schleimhaut. die von lebhaft roter Farbe; die grossen und kleinenBronchien enthielten reichlich schaumige und blutgetränkte Flüssig-keit; Hyperämie in den Abdominaleingeweiden und noch mehr inden Lungen; das Herz blutleer.

Als der Oesophagus an der oberen Seite geöffnet wurde, fandsich ein 20 cm langer regenwurmartiger Spulwurm, der mit seinemKopfende an die Stimmritze anstiess.

Zwei Sachverständige, Resi und Raffa, erklärten, dass essich um Erstickuug handle, hervorgerufen durch den Verschluss derLuftwege, und zwar sei das Opfer eine Zeit lang mit dem Gesichtgegen einen weichen Gegenstand, Kissen oder dergleichen gepresstworden, so dass der Luftzutritt verhindert worden; sie meinten, dassdie Entdeckung des Spulwurms dem keineswegs widerspreche, dader Wurm durch einen Hustenstoss hätte beseitigt werden können,da er nur ganz oberflächlich in die Luftwege eingedrungen war undsich mit dem grösseren Teil seines Körpers noch im Oesophagusbefand. Husten hätte aber infolge des Reizes und der Reflexbe-wegungen, die jeder in die obere Larynxgegend eindringende Fremd-körper auslöst, sogleich eintreten müssen. Zur Bekräftigung ihresUrteils wiesen sie auf das Fehlen jeder Erosion der Schleimhautselbst Ferner meinten sie, dass Würmer nur wenn sie zu eiuemZäpfchen zusammengewickelt in Larynx oder Trachea eindringen,Erstickung bewirken, und dass auch Lage und Haltung der Fraunicht die einer Person war, der plötzlich der Atem mangelt, unddie deshalb nach Luft schnappt, sondern die einer solchen, die sichvon enger Umklammerung zu befreien strebt und deshalb mit Knieenund Händen nach Stützpunkten auf der Matratze sucht, wobei sieden rechten Arm unter dem Körper durchbringen wollte, daran aberdurch Gewalt oder den Tod verhindert wurde.

Der Wurm wurde, nach Aussage der Experten, durch dieantiperistaltischen Bewegungen des Magens und infolge der gestörtenInnervation des Vagus, die eine Wirkung der Kohlendunstnarkoseist, aus dem Oesophagus ausgestossen.

De Crecchio, der zu einer erneuten Expertise herbeigezogenwurde, gab die Asphyxie zu, hielt es aber nicht für ausgeschlossen,dass der Wurm doch die Ursache sein könne, da er nicht wisse,was vor der Autopsie geschehen war!! Er hielt es für möglich,dass der Wurm ein so rasches Ersticken bewirkt, dass die Fraukeine Zeit mehr gefunden, ihn durch Husten auszustossen. Dann