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Auch war ich über die Gefügigkeit erstaunt, mit der er diephysischen Untersuchungen an sich vornehmen Hess, die, ja iu derEinbildung eines mit Verfolgungswahn Behafteten als Polterungenerscheinen mussten. Als er nach einer Abteilung der Infermeria(Krankenhaus) gebracht wurde, sagte er immer noch, dass er ver-urteilt sei. bestand aber nicht sehr hartnäckig darauf und quälteseine Genossen in der Nacht nur wenige Stunden.
All das verschwand wie durch Zauberei an dem Tage, wozwei, wie man annahm, von ihm Bestohlene ihn zu rekognoscierengekommen waren und ihn durch das kleine Thürchen beobachtethatten, ohne ihn als denjenigen zu erkennen, der sie beraubt hatte.Er wusste die Sache natürlich sofort infolge jenes allgemeinenComplicentums. das die Gefängnisse und besonders die Zellen-gefängnisse bis zum hintersten Winkel durchdringt, wie ich es beiden „Kerkerjmlimpsesten" dargethan habe. Seitdem wurde er ganzruhig, ja er begann, gegen mich und seine Mitgefangenen mit Ver-brechen zu prahlen: er sagte, dass er in Savona einem Fremden3000 Lire gestohlen habe, und wie er sichs wohl sein Hess, als ernach Antwerpen ging, wo er indessen nur wenig ..arbeiten" konnte,da die Einwohner die Paletots zugeknöpft trügen; auch behaupteteer. er habe dem Torelli den gestohlenen Pass in die Tasche prakti-ziert, um nicht von der Polizei belästigt zu werden.
Später tauchten plötzlich und ohne ersichtlichen Grund dieErscheinungen des Verfolgungswahnes wieder auf; alle Augenblickevergriff er sich an seinem Zellengenossen und warf ihm vor. dasser ein Spion sei und ihn vergiften wolle; er wies die Nahrungs-mittel, die ihm seine Geliebte brachte, als vergiftet zurück und assGefängniskost. Er rannte des Nachts in seinem Gelass umher, umdie Geister zu verjagen; er hörte die Stimmen von Feinden. Alldies verschwand wiederum an dem Tage, wo er entlassen wurde;da lachte er über seine eigenen Verrücktheiten. Ferner ist mirbekannt, dass er, als er nochmals arretiert wurde, mit grosserSchlauheit aus dem Polizeigewahrsam entwich. Einige Inhaftierte,die früher seine Genossen oder Complicen gewesen waren, ver-sicherten, dass er mehrere Male Anfälle von Verfolgungswahn ge-habt, besonders nach einigen Libationen. In Chiavenna z. B. finger plötzlich und ohne alle Ursache an zu schreien, dass ihn derWirt vergiftet habe, und machte einen solchen Skandal, dass dieCarabinieri einschreiten mussten. Und hier, in Turin, begann eroft. wenn er sich mit seinen Freunden im "Wirtshaus befand, plötz-lich ohne ersichtlichen Grund auf seine Genossen zu schimpfen,nannte sie Giftmischer und zerschlug Gläser und Tische, so dasssich die Freunde klug beiseite drückten.
Doch wusste er auch während solcher Delirien immer die
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