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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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nicht etwa die grosse und gefährliche Armee zukünftiger Vaga-bunden. Bettler und Verbrecher? Muss man nicht zu allererst undvor allem an diese Zuchthauskandidaten denken?

Das ist das Problem, das sich Joly aufstellt, und das er aufseine "Weise zu lösen versucht.

Er kritisiert mit vollem Recht die Asyle für die verlassenenKinder, in denen das enge Zusammenwohnen vieler solcher jugend-lichen Individuen nur die Verdorbenheit fördert, und wo die Kinderniemals zum Eintritt in das gesellschaftliche Leben gehörig vor-bereitet werden können, da ihre intellektuellen und moralischenNeigungen durch die beiden in allen solchen Anstalten herrschenden(allerdings einander diametral entgegengesetzten, aber gleich unheil-vollen) Systeme völlig abgestumpft werden, nämlich durch das mili-tärische Drillsystem mit seiner stupiden eisernen und alle übereinen Kamm scherenden Disciplin und durch das System frömmelndenMuckertums, bei dem die Religion in Jesuitismus ausartet.

Dagegen lobt und empfiehlt Joly das System der Assistencepublique, mit dem in Prankreich gute Resultate erzielt werden, unddas darin besteht, dass die Waisenkinder einzelnen Familien (meistBauersleuten) zur Erziehung überwiesen werden. Das Kind gewinntuach und nach Zuneigung zu seinen Pflegeeltern, bringt ihnen seinenersteu Verdienst uud verlässt meistens das Haus nicht mehr, woes zu seinem grossen Glücke Wohlthäter und Freunde ge-funden. Das uneheliche oder verlassene Kind, aus dem sonst einThunichtgut oder noch Schlimmeres geworden wäre, kommt aufdiese Weise in eine gesunde, stabile und sichere Umgebung, wo eszum Guten angehalten wird.

Im Departement du Gard mussten von 260 in Familien unter-gebrachten Kindern von über 10 Jahren nur 3 in eine Besserungs-anstalt (Korrektionshaus) versetzt werden, und in Paris mussten von11000 nach demselben System auf's Land geschickten Kindern nur91 Knaben und 53 Mädchen in Strafanstalten untergebracht werden.

Wie trefflich aber auch die Früchte dieser Einrichtug seinmögen, so werden dennoch immer Kinder übrig bleiben, die allerauf sie A-erwandten physischen und moralischen Sorgfalt spotten.Dieser Rückstand, oder wie ich sie mit dem starken AusdruckTardes nennen möchte diese socialen Excrementewird mankeinen Familien anvertrauen können, da sie gewiss niemand bei sichbehalten wollte. Man müsste sie also in eine besondere Anstaltverbringen. Aber in was für eine?

Joly erblickt den vollkommensten Typus und das Muster allerderartigen Anstalten in der Kolonie von Mettray (die schon so all-gemein bekannt ist. dass ihre Organisation und Einrichtung hiernicht erklärt zu werden braucht), meint aber doch: ,.la reforme des