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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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Mann vorgedrungen, an dessen Lehren er sieh begeistert, so setzendie Rekruten der Verbrecherarmee ihren ganzen Stolz darein, dengrossen Ubelthätern, deren Xamcn sie kennen, an Grausamkeit:gleichzukommen oder sie gar zu übertreffen."

Aber damit ist die Analogie zwischen der bei ehrlichen Leutenund der bei Verbrechern vorkommenden Suggestion noch keineswegserschöpft.

Bei den ehrlichen Leuten ist es nicht allein das von gewissenberühmten Namen ausgehende, allgemeine und mittelbare Prestige,sondern auch der unmittelbare und begrenzte Einüuss, den solcheLeute auf diejenigen ausüben, welche mit ihnen in Berührung kommen,sind es ihre Worte und ihr persönliches Beispiel, welche andere er-muntern, die gleichen Bahnen zu wandeln.

Das Gleiche findet im Verbrechertum statt. Und hier führtSighele wiederum zum Beweis seiner Behauptung zahlreiche Fällean, wo Individuen durch eindringliche, wiederholte Ratschläge, Bittenund Drohungen von einem böswilligen Genossen zu ihren eigenenVerbrechen angereizt wurden, und zeigt am Schlüsse dieser Einleitung,wie die Suggestion auf diese "Weise mittelbarer oder unmittelbarer,schwächer oder stärker, bei Normalen und bei Degenerierten ihreHerrschaft ausübt.

Das erste Kapitel ist La coppia samt, la coppia suieida e lacoppia pazza (Gesunde Paarung, Doppelselbstmord und Doppelwalm-sinn) betitelt. Hier zeigt der Autor, wie diejenigen, welche sichbis dahin mit den Verbrecherverbindungen beschäftigten, nur immerdie schwersten, die häufigsten und daher die augenfälligsten Formenuntersucht haben; seiner Ansicht nach sollten solche Verbrecher-associationen aber vor allem in ihren primären, embryonalen Formenstudiert werden, worauf man diese dann nach und nach in all ihrenUmwandlungen verfolgen könnte. Und die erste Form, die unter-sucht werden müsse, sei zweifellos die Verbindung von nur zweiIndividuen. Es ist dies die allereinfachste Associationserscheinungund die, von welcher sich notwendigerweise alle übrigen ableitenmüsseu.

Auf welche Weise und aus welchen Motiven entsteht eineVereinigung zwischen zwei Verbrechern? Worin bestehen die psycho-logischen Charakterzüge der Erscheinung, die ich alsVerbrecher-paarung - ' (Coppia criminelle) bezeichne? Ein Perverser, der einenSchwachsinnigen korrumpiert; ein schlauer Bösewicht, der einenmittelmässig veranlagten und charakterschwachen Menschen zumVerbrechen verleitet; ein geborener Verbrecher, der einen Gelegen-heitsverbrecher zu seinem Sklaven und seinem "Werkzeug macht;das sind Fälle solcher Verbrecherpaarungen."

Und da diese Form zu zweien der Suggestion nicht aus-