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Tättowierung fand sich nur bei dreien. Charakteristisch wardie des Weibes. Diese (10. Fall), der echte Typus der geborenenVerbrecherin, hatte sich auf dem linken Arm den Namen eines ihrerGeliebten einritzen lassen, den sie aber sofort wieder ausstreichenHess, als der Galan sie verlassen.
Die allgemeine Sensibilität war bei 6 stark vermindert, bei4 gleichzeitig mit sensorischem Mancinismus. Die Schmerzempfindungwar bei 3 ganz aufgehoben, bei 6 vermindert.
Die Tastempfindung war bei 4 sehr stumpf (5,5 r., 4,5 1.) undbei 6 spärlich (4 r., 3 1.).
Die Ortsempfindlichkeit (topographische Sensibilität) schien bei8 sehr spärlich; ausgezeichnet war bei allen die meteorische Sensi-bilität (Empfindlichkeit für Witterungswechsel), und ebenso bei 8die magnetische Empfindlichkeit; die Gesichts- und Farbenempfindungwar bei allen normal geblieben; Geschmack und Geruch zeigten sichbei 11 von den 12 sehr stumpf, das Gehör bei 8; zu verzeichnensind ausserdem noch sehr frühzeitiges Erwachen des Geschlechts-triebes, und überdies bei zweien noch sexuelle Perversität: aktiveund passive Päderastie.
In den beiden Fällen (1 und 2), in denen der Stoffwechseluntersucht wurde, hess sich konstatieren, dass während im Normal-zustand die Urinabsonderung gering und die der Phosphate einwenig grösser war, in Tagen, wo der Verbrecher einen psychischenAnfall hatte, sowohl Urin- als Phosphorausscheidungen zunahmen.Die ausgesprochensten Verbrechertypen hatten eine ausserordent-liche Kraft.
Vier hatten Anfälle typischer motorischer Epilepsie, bei vierenzeigte sich das Kniephänomen ausserordentlich stark; der Vasal-reflex fehlte bei dreien, den am meisten typischen.
Alle hatten Illusionen und Hallucinationen unabhängig vomAnfall oder diesen hervorrufend oder während des Anfalls.
Das psychische Äquivalent, der grosse psychische Anfall, derfür die psychische Epilepsie charakteristisch und dem konvulsivenmotorischen Anfall gleichwertig ist, zeigte sich in acht der unter-suchten Fälle; in diesem Zustande machte der 1. einen Mordver-such auf seinen Mitgesellen; der 2. richtete seine Waffe, nachdemer bereits drei Menschen umgebracht, schliesslich noch auf einPferd; der 3. zündete den Strohsack seiner Zelle an und schlug sichden Schädel ein; der 4. verging sich gegen einen wehrlosen altenTrunkenbold und tötete ihn, indem er ihn zu verschiedenen Malenmit einem Nagel durchstiess; der 6. sprang in Zürich von derBrücke; der 7. wollte seine Schwester töten; der 11., ein verfehlterMisdea, hätte bei einem Haar seinen Offizier und seine Kameradenniedergemacht.