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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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bilden demnach über die Hälfte der im Vorlauf der Strafzeit wahn-sinnig gewordenen Gefangenen.

Ein noch helleres Licht wirft der Umstand auf diese Sache,dass die Einzelhaft in "Wirklichkeit nur bei 5 ron 51 Sträflingen,die nur einen Teil ihrer Strafzeit in der Isolierzelle verbrachten,ihre schlimme Wirkung ausgeübt hat. also in 1 von 10 Fällen;während bei 156 Gefangenen, die ihre ganze Strafzeit in der Einzel-haft absassen. 22 Fälle zu verzeichnen waren, also 1 auf 7. statt1 auf 10 Fälle.

Eine erste Gruppe dieser "Wahnsinnigen bilden ZAvei Hypo-chonder (sie fürchteten sich vor Vergiftung), die nach Besserungdes Regimes geheilt wurden. Dann kommen zwei Mystiker, diesich dem Onanismus ergaben, entsprechend jener pathologischen Ab-sonderlichkeit, die so oft die Religiosität mit der Erotik vermengt.Die Zelle begünstigt ohne Zweifel den Krankheitsprozess. aber dieeinsamen Gewohnheiten bleiben in jeder Umgebung bestehen, unddie Überwachung ist ganz und gar unfähig, sie zu unterdrücken.Der vom Hang zur Busse hervorgerufene Mysticismus hat dagegenstets in der Isolierung prosperiert.

Schliesslich zeigt sich noch der schädliche Eiufluss der Zellebei sechs mit Gehörhallucinationen behafteten Individuen, die eintypisches Delirium aufweisen.

Von diesen 514 während zwanzig Jahren in den belgischenGefängnissen beobachteten Walmsinnsanfällen kamen 50% im erstenMonat und 84°/ 0 im Verlauf des ersten Jahres der Strafzeit zumAusbruch.

Von 100 Wahnsinnigen erkranken zwischen dem 10. unddem 50. Jahre 46 in der gewöhnlichen Bevölkerung und 81 unterden Gefangenen.

Dieses Rcifsein für die Krankheit zeigt sich in allen Lebens-perioden. auch zwischen dem 20. und 30. Jahr, wo die Leiden-schaften beweglicher als heftig sind; in der Freiheit finden sich16 Wahnsinnige, in der Gefangenschaft 34.

Die Neigung zum Verbrecher zeigt sich in Belgien besondersin der Aneignung fremden Gutes, da ungefähr der füufte Teil derVerbrecher aus Dieben bestellt. Nach diesen sind besonders diegewaltthätigen Verbrechen zahlreich, die Schlägereien und Körper-verletzungen. Die dem Delikt vorang-ehenden oder nachfolgendenpsychischen Störungen ordnen sich diesen allgemeinen Schlüssenein; denn unter den als wahnsinnig anerkannten Delinquenten findetsich eine Majorität von Dieben und Gaunern; nach diesen aber be-halten Mörder und Totschläger die Oberhand.

Aus alledem schliesst Semal:

1) Alle Vergehen der Gefangenen sind vom Alkoholismus

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