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in Belgien, die einen Zeitraum von 25 Jahren (1865—1884) um-fassen.
Der Prozentsatz der "Wahnsinnigen scheint in den Gefängnissenauf den ersten Anblick kein sehr hoher: 514 auf 526.313 Sträflinged. h. 100 auf 100000. während in der freien Bevölkerung 132 auf100000 entfallen.
Wenn man indessen die 235000 zu einfachen PolizeistrafenVerurteilten abzieht, so bleiben noch 291000 Verbrecher und jugend-liche Verbrecher (in Besserungsanstalten), und unter diesen fandensich 514 "Wahnsinnige, also 155 auf 100000: diese Ziffer ist alsohöher als die Verhältniszahl von 132 auf 100000. die für die Ge-samteinwohnerzahl des Landes gilt. Unter diesen 514 Wahnsinnigenbefanden sich 220 Angeklagte, die in der Folge wieder freige-sprochen wurden.
Aber es ist noch eine weitere Ausscheidung nötig, da manvon den restierenden 295 noch 8 Simulanten abziehen muss. 42.über die nähere Informationen fehlen. 11. deren psychopathischer Zu-stand für eine genau bestimmte tötliche Erkrankung symptomatischwar. und schliesslich 155. deren wahnsinniger Zustand während derVoruntersuchung und der Gerichtsverhandlung unbekannt war undsich erst in der ersten Zeit ihrer Gefangenschaft herausstellte.
Nach diesen Abzügen bleiben 79 Gefangene, bei denen der"Wahnsinn im Verlauf der Strafzeit zum Ausbruch kam.
Unter diesen finden sich 32. die unbestreitbar infolge des Ge-fängnis-Regimes wahnsinnig wurden.
Diese auf den ersten Anblick ziemlich unbedeutend erscheinendeZahl erhält eine sehr hohe "Wichtigkeit, wenn man den schädlichenEinfluss der Gefangenschaft nicht auf die 526000 Gefangenen ver-teilt, sie auch nicht mit der Gesamtzahl der unter diesen Gefangenenaufgefundenen Irrsinnigen vergleicht, sondern sie nur den 79 Fällengegenüberstellt, in denen der "Wahnsinn ohne allen Zweifel währendder Gefangenschaft zum Ausbruch kam. Und nun zeigt diese sobescheiden dareinschauende Zahl an. dass 40°/ 0 aller im Verlaufihrer Strafzeit wahnsinnig werdenden Gefangenen ihre Krankheitdem Straf-Regime verdanken, das sie über sich ergehen lassenmüssen, bei den anderen vermengt sich der Einfluss dieses Regimesmit dem ausserhalb der Gefangenschaft liegender, teils individueller.teils sozialer Faktoren.
Semalhat die Ursachen der Entstehung oder Verschlimmerungder Krankheitsphänomene bei den der Einzelhaft unterworfenenSträflingen untersucht.
Es waren 44. von denen 16 sozusagen schon früher krankund 28 mehr oder weniger zur Krankheit prädisponiert waren; diese