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Wort, sie stehen dem Manne im allgemeinen in ihrer sozialenThätigkeit gleich. So bilden die schottischen Statistiken einen her-vorragenden Beweis für unsere Theorien: je mehr die Frau ge-zwungen wird, am Kampf um den Lebensunterhalt teilzunehmen,um so leichter wird sie zur Verbrecherin. Dies ist keineswegs einetröstliche Aussicht, besonders da gegenwärtig eine starke Strömungbesteht, dem weiblichen Geschlecht die Gewerbe und das öffentlicheLeben im denkbar höchsten Masse zugänglich zu machen. DieZunahme politischer Frauenverbände und anderer Organisationenaggressiven Charakters bedeutet eine Verirrung, die schliesslich dieNatur des "Weibes verändern und verschlechtern muss. Die aggressiveHaltung dieser Verbände muss den Trieb zum Erhabenen und denmoralischen Charakter der Frau in den Schmutz ziehen. Der Ein-fluss, den die Mutter auf den Geist der Kinder ausübt, ist sehrgross, und dieser Einfluss wird ein schlechter werden, wenn derGeist der Mutter von den Wahlkämpfen befleckt ist.
3. Geschlecht der Giftmischer. — Der RechtsanwaltVirgilio Eossi schreibt {11 senso negli avvelenatori conclannatiAalle Corti d'Assise in Italia dal 1880 äl 1888; Archivio Ai psichiatriaund Anomalo, 1881):
Von 1880 bis 1888 kamen im ganzen unter den von denSchwurgerichten abgeurteilten Fällen vor:
Versuchte oder misslungene Vergiftungen j Frauen 31
a m . n-n j ( Männer 30
Ausgeführte Giftmorde { Frauen 2g
Es waren also von 100 Giftmischern 53,12 Männer und46,88 Weiber.
Die Verhältniszahlen der nach Geschlechtern unterschiedenenGiftmischer für die verschiedenen Jahrgänge und auf je 1000 Ver-urteilte lassen sich aus folgender Zusammenstellung ersehen.
Jahre 1880 1881 1882 1883 1884 1885 1886 1887 1888Männer .... 1,3 1,6 1,4 0,8 1,9 0,6 1,1 2,0 0,6Weiber .... 16,6 12,9 36,1 17,0 3,2 3,2 33,6 33,9 13,7
Da nun in den genannten neun Jahren 53,619 Männer und3172 Weiber von den Schwurgerichten verurteilt wurden, so er-geben sich auf je 1000 männliche Verurteilte 1,26 Giftmischer, undauf je 1000 weibliche 18,91 Giftmischerinnen. Dieser grosse Unter-schied zwischen beiden Geschlechtern verdient eingehende Würdigungvon seifen der Kriminalisten, da er sich nur zum Teil daraus er-klären lässt, dass die Frauen das Gift leichter eingeben können,weil sie gewöhnlich in den Familien die Küche besorgen und dieSpeisen bereiten.