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55.8% hervor; wir erhalten also für das Fehlen des Typus einenDurchschnitt von 57,5%.
Gleicherweise zeigt sich der Halbtypus in beinahe konstantenVerhältniszahlcn, 22% bei Marro, 21% bei der Tarnowsky,29 % bei unseren Arbeitshäuslerinnen, 28.9 % bei unseren Gefängnis-insassinnen; allgemeiner Durchschnitt demnach 25.20%.
3) Die Prostituierte unterscheidet sich merklich von der Ver-brecherin durch das viel häufigere Auftreten des Typus, der sichnach den Forschungen Grimaldis bei 31%. nach der Tarnowskybei 43%, nach unseren eigenen Untersuchungen bei 38% findet;der allgemeine Durchschnitt würde sich also auf 37.1% stellen.Zum selben Schlüsse waren wir schon beim Studium der einzelnenCharaktermerkmale gekommen und noch mehr beim umfassenderenStudium der verschiedenen Typen der geborenen Prostituierten, wiewir sie nennen, im Vergleich mit den gemeinen Verbrecherinnen.
4) "Wenn wir nun die Verbrecherinnen nach den verschiedenenVerbrechen sondern, zeigt sich bei unseren letzten Untersuchungenan deu 286 Verbrecherinnen, die A T orgenommen wurden, ohne dass-wir die Art des Verbrechens kannten, und die erst nachher, nach-dem uns diese mitgeteilt, klassifiziert wurden, die Prävalenz desTypus bei den Diebinnen. 15.3% und 16%. und bei den Mörde-rinnen 13.2%. noch mehr aber bei den wegen SittlichkeitsvergchenVerurteilten. 18.7%. unter denen sich alte Prostituierte finden, beidenen der Typus prädominiert. Die kleinste Frequenz finden wirbei den Betrügerinnen. 11%. und ' schliesslich bei den Kirids-mörderinneu. 8.7%. die eigentlich besser bei den Gelegcnheits-verbrecherinnen figurierten.
Von 100 Prostituierten haben 78 stark entwickelten Unterkiefer,16 behaarte Lippen. Vier von letzteren sind Glieder einer Familie.
12. Id. — Talmeyr (Sur le banc) beschreibt eine wahreRäuber- und Diebesbande, deren Haupt- und Mittelpunkt die MereBerlancl war (Fig. 23. 24). eine stets betrunkene Tagelöhnerin, diebei ihrem eigenen Jungen und bei einigen Dutzend Männern lag,und die nach und nach aus ihrem Sohn ,und ihren anderen Lieb-habern eine Mördertruppe heranbildete. Der Typus dieses "Weibesist einer der am meisten charakteristischen: zusammengekniffeneAugen, zurückfiiehendo Stirn, kleiner Kopf, sessile Ohren, zahlreichetiefe, vorzeitige Falten, dicke Lippen, schiefer Mund, eingedrückteNase, einspringendes Kinn, männliche Gcsichtsbildung.
Die Thomas (Fig. 25 und 26). Säuferin und geschlechtlichausschweifend, die einige hundert Fruchtabtreibungon auf dem Ge-wissen hatte, wobei sie. gleich nachdem sie das Vergehen begangen,in epileptisch-alkoholische Krämpfe zu A r erfallcn pflegte, zeigt Ge-sichtsasymmetrie, sessile und abstehende Ohren (Henkelohn'in.