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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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wenn die Bäcker auch manchmal die Füsse gebrauchen, so besitzensie doch niemals eine solche Beweglichkeit der Zehen und einesolche Kraft im Ergreifen. Der Mann gab indessen an, dass seinVater früher Clown gewesen, zudem sind alle Glieder seinerFamilie, er selbst mit inbegriffen, sehr gute Turner

Der zweite Fall ist nicht minder interessant. Ein gewisserV., ein zum Verbrechen neigender Epileptiker, Kaufmann vonBeruf, von dem überdies zwei Brüder im Irrenhause sind,hat einen sehr weiten Zebenabstand, der an der Basis amrechten Fuss 12 mm, am linken 15 mm und an der Peri-pherie rechts 20 und links 25 mm misst; bei grösstmöglicherAbstreckung bringt er es bis auf 20 und 30 mm rechts und30 und 35 mm links. Dieser bediente sich, ohne eigentliche Not,von Kindheit an des Fusses ganz wie der Hand, beim Anziehen,um diese oder jene Gegenstände, oft die kleinsten, herbei zulangen und bei anderen kleinen Arbeiten. Der Fall wird aber da-durch noch interessanter, dass alle Glieder seiner Familie dieselbeBeweglichkeit zeigen; eine Schwester seiner Mutter kann mit dergrössten Leichtigkeit die Finger der Hand ganz nach rückwärtsbiegen und besitzt die gleiche Beweglichkeit auch in den Zehen.

Sehr wichtig war es, den Einfluss des Berufes zu werten.Nach den angestellten Untersuchungen mussten sie sich sehr baldüberzeugen, dass der Beruf wohl einen derartigen anatomischenCharakterzug verschärfen kann, er kann die Zehen gelenkigermachen, doch vermag er allein diesen merkwürdigen Abstand dergrossen Zehen niemals hervorzurufen. So fanden sie Handwerker,die bei ihrer Arbeit sehr viel die Füsso gebrauchen und bei denender den Gegenstaud ihrer Studien bildende Charakterzug dochvöllig fehlte.

In Übereinstimmung mit Begnault konnten sie dieMeinung widerlegen, dass der weite Zehenabstand sich häufigerbei denen finde, die barfuss zu gehen pflegten; während sich beivielen, die fast beständig barfuss gingen, ein solcher weiterAbstand gar nicht fand , zeigte er sich dagegen in sehr beträcht-lichem Grade bei anderen, die stets Schuhe trugen.

Man kann also nicht umhin, diesen Charakterzug der Reiheatavistischer Merkmale beizuzählen, die von Zeit zu Zeit, besondersbei degenerierten Individuen, wieder erscheinen, und an eine vonweit zurückliegenden Vorfahren ausgeübte Funktion erinnern.

Ein Blick auf die umstehende graphische Darstellung (Fi-gur 8) zeigt deutlich, dass dieser neue atavistische Zug und dieHäufigkeit, mit welcher er sich an den untersuchten Individuenzeigt, uns dieselbe Degenerationsstut'enfolge vor Augeu führt, diesich aus den neuesten Untersuchungen der Kriminalanthropologie