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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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doch kann man die Erscheinung auch an sonst gut gebildetenOhrläppchen beobachten.

Gradenigo erhielt folgende Prozentsätze:

Männer "Weiber

Normale

7,8

Irre

15

Verbrecher18

Normale

5,1

Irre

Verbreohe-rinnen

15,9

Villi giebt wenig abweichende Zahlen an:

Männer Frauen

Normale Irre Normale Irre

7,6 11,5 8,8 9,1

3. Trichterförmiger Thorax. Von dieser Anomalie desThorax, die in einer Eindrückung der Pars anterior und media desSternums mit gleichzeitiger Verdrehung der Rippenknorpel bestehtund bereits von Percival beschrieben wurde, haben in jüngsterZeit Ramadier und Serieux (Nouvelle Iconographie de la Sal-petriere, 1891) 5 Fälle berichtet, bei denen es sich, wie sie demon-strierten, nicht um einfache rhachitische Erscheinungen handelte,sondern um ein mit vielen anderen Degonorationszoichcn und tief-gehenden psychischen Störungen verbundenes degeneratives Merkmal.

Oarrara hat in meinem Laboratorium die Frequenz dieserAnomalie untersucht und unter 659 Sträflingen (von denen 201ausgesprochenen Verbrechertypus zeigten) 7 (1.06 °' 0 ) gefunden,bei denen die Anomalie gut ausgebildet und 32 (4.6 °/ 0 ), bei denensie nur angedeutet war (Arch. dl psich., XIII. Heft IV) ; natürlichwaren in allen diesen Fällen die durch Rhachitismus oder denBeruf hervorgerufenen Missbildungen ausgeschlossen; bei allenwurden überdies gleichzeitig noch mehrere andere Degenerations-zeichen konstatiert.

4. Anatomische Linksseitigkeit. Aus einer erstenvon Virgilio Rossi mit Hilfe des Anfossoschcn Anthropometersvorgenommenen Untersuchung (Arch. di 23sich., X, 8. 391) gehtdie eigentümliche Prävalenz der linken Seite über die rechte beiden Verbrechern hervor.

Von 63 untersuchten Verbrechern hatten nur drei beideArme gleich lang; bei 43 war der rechte Arm länger, bei 54 der

längeren linken Arm die Diebe,längeren rechten Arm hatten dieTotschlag Verurteilten. Bezüglich

linke. Vornehmlich zeigtenFälscher und Strasscnräuber;wegen Körperverletzung und

des Verhältnisses der weitesten Armspannung (Klafterweite) zur