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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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stück zum Henkelohr bilden, das bei den Frauen seltener vorkommt.Hier seine Ziffern, daneben, in Klammern diejenigen Välis:

Männer Weiber

Verbreclie-r innen

Normale Irre Verbrecher Normale Irre

7,2 (5,6) 18 (8,12) 18 11,9 (6) 26 (8,2) 14,2

Das Vildormuthschc Ohr I kann in genetischer Beziehungdem Muschelohr (orecchio a conchiglia) gegenübergestellt werden;ferner kann es gewisserniasscn mit dem Henkelohr verglichenwerden. Bei diesen beiden letzteren Formen ist die Ohrmuschelzu stark konvex und nicht genügend nach hinten gezogen; beimWildermuthschen Ohr I dagegen ist sie zu flach und zu sehrnach hinten gebogen.

Völliges Fehlen des Antlielix. Diese Anomalie ist sehrselten; Gradenigo konnte ein sehr schönes Beispiel davon aneiner Wahnsinnigen beobachten.

Veriuaclisen des Antlielix mit dem Helix. Diese Ver-wachsung hat allein zwischen der Transversalportion des band-förmigen Helix und dem criis superius des Antlielix statt; es istdies ein teratolpgiscb.es Faktum, das sich in genetischer Be-ziehung mit der bandförmigen Bildung des Helix zusammenstellenlässt.

Die Anomalie findet sich bei Normalen im Verhältnis von2.4%: bei Verbrechern und Irren im Verhältnis von 5 bis 10%.

Accessorische Anthelices. Gradenigo hat gefunden, dasssich die in der Ohrmuschel der Säugetiere vorkommenden er-habenen Leisten in zArci Hauptsysteme gruppieren lassen: solche,-welche longitudinal verlaufen, d. h. sich von der Spitze desäusseren Ohres nach seiner Basis hinziehen und folglich senkrechtzu der Ohrwurzel selber stehen (Longitudinalleisten): und solche,die parallel zur Basis der Ohrmuschel in konzentrischer An-ordnung verlaufen, und die von ihm nach Analogie der in derAnatomie des menschlichen Ohres Antlielix genannten Querleisteals Anthelices bezeichnet werden.

Nun ist es sehr interessant, dass Gradenigo unter denAnomalien der menschlichen Ohrmuschel auch das Auftreten zweierkleiner erhabener Leistchen konstatieren konnte, die als accesso-rische Anthelices angesprochen werden können.

L Ein Leistchen, das sich ziemlich selten vollständig findet;es bildet die Fortsetzung nach unten und vorwärts der hinternExtremität des Crus inferius anthelicis, so dass ein Leistchen ent-steht, das manchmal S-förmig gebogen, fast parallel mit demeigentlichen Antlielix verläuft und auf dem Boden der Cymba

Lombroso, Verbreclierstudien. *