27
Erwachsenen
105 105
Greißen
iwT'IüP
Wahnsinnigen
103 98
Verbrechern
in iüT
Wilden
Maximum
117 101
Minimum
81 92
95 85
81 89
89 89
98 98
Differenz
24 13
5 10
22 9
28 23
19 3
Im Verhältnis
zu 100
76,9 87,5
95,0 89,4
78,6 90,8
76,0 79,0
83,8 99,0
Allgemeines
Mittel 89,8 94,1 96,6 91,4 91,1 91,0 101,1 97,1 105,6 99,5
1) Die Breitendistanz der beiden Unterkieferwinkel schwanktje nach dem Alter, Geschlecht, der Gegend (Sardinier. Yenetianer),den psychischen und ethischen (Wahnsinnige, Verbrecher), ethno-graphischen (Wilde) und zoologischen (Anthropoiden) Verhältnissen.Vom normalen Menschen bis zum nächststehenden Anthropoidenbildet sie eine aufsteigende Reihe.
2) Ausserdem muss sie ethnologisch im Verhältnis zur Ent-wicklung des Schädelindex (korrespondierend mit den beiden Trans-versaldiametcrn dos Gesichtes und des Schädels) variieren, was einenpraktischen (Kontroll-) Wert, wie auch einen solchen als Sexual-charakter ergeben könnte.
12. Pterion (vordere Seitenfontanelle). — Die Doktoren E.Marimö und L Gambara (Contribuzione allo studio delle ano-malie del pterion nel cranio umano, Paris 1889) haben die ver-schiedenen accessorischen. (epipterischen) Knochen beschrieben, dieman im Pterion des Menschenschädels antrifft, wobei sie zu derAnsicht gelangten, dass der von Baraldi sfenotico (sphenoticus)genannte, der konstanteste sei. Ferner stellten sie fest, dass dasVorkommen dieses Knochens keinen atavistischen Charakterzug be-deute, sondern als ein Degenerationszeichen aufgefasst werden müsse,weil er einerseits eine Entwicklungsstörung in der Ontologie desSchädels bedeute und andererseits immer von anderen regressivenMerkmalen bogleitet sei.
Nachdem dies Prinzip festgestellt, verdient noch erwähnt zuwerden, dass sie im allgemeinen bei 24,56°/o der Verbrecherwormianische Knochen im Pterion gefunden haben, also in einemweit höheren Prozentsatz als für das Normalmittel aller GegendenItaliens gilt (Oberitalien 8,5%; Mittelitalien 10%: Süditalien 16%.- Mongolen 18.5; Papuas 26.8%; Indianer 26.1%; Lappländer 28%).Ferner haben sie beobachtet, dass die Frequenz des Zugleichauf-tretens von wormianischen Knochen mit solchen des Pterions sichbei Verbrechern im Verhältnis von 71,43% findet, während nachdenselben Autoren dieses Zusammenauftreten bei Normalen nur imVerhältnis von 47 % statthat. Schliesslich treten nach ihren Unter-suchungen, die in diesem Punkte mit denen anderer Autoren(Komiti. Amadei) übereinstimmmen, die epipterischen Knochenbei Verbrechern im Verhältniss zu 29,16% gleichzeitig mit der