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12. Nase. — Dr. Ferrarini (Forma e dimensioni delloschelettro del naso nell' uomo; Archiv, per l'antrop. e l'etnol., Bd.XXI. Heft II.) untersuchte den Nasenvorsprung am Skelett, indemer den Abstand der Nasenwurzel Yom vorderen Nasenpunkt parallelder horizontalen Schädelbasis mass; er bediente sich dabei einessehr einfachen Instrumentes, das aus einem vertikalen Stabe bestand,auf welchem sich rechtwinklich ein zweites graduiertes Stäbchenvor- und rückwärts bewegen liess. Damit mass er die Differenzzwischen dem Abstand des vertikalen Stabes von der Nasenwurzelund dem Abstand oben dieses vertikalen Stabes, vom äusserstenEnde der Nasenbeine. Er berechnete den Index des Nasenvor-sprungs durch die Nasenhöhe, wobei er letztere gleich 100 setzte.Ferner berechnete er den Pyrinasalindex, indem er die pyriforrneNasenöffnung, die er mit demselben Instrumente mass, mit derNasenhöhe verglich. Schliesslich untersuchte er noch einen anderenIndex, den Index der geringsten zur grössten Breite, indem er diegrösste Breite der pyriformen Öffnung gleich 100 setzte.
Diese drei Indices mass er an 389 Schädeln jedes Alters undder verschiedensten Bässen (darunter 185 Italiener).
Hinsichtlich des Geschlechts fand er, dass nur der Vorsprung-Höhen-Index Modifikationen erleide; dieser zeigte sich ziemlichhöher bei den Männern als bei den Weibern, während der Pro-zentsatz der mittleren Indices (zwischen 29,01 und 37) bei beidenGeschlechtern beinahe gleich ist, so ist der Prozentsatz der hohenIndices um so viel höher bei den Männern (18,77%) als derjenigeder niedrigen bei den Weibern höher ist.
Bezüglich des Alters fand er, dass sich der Vorsprung-Höhe-Index bei den Kindern in den niedrigsten Grenzen hielt. Währender niedrige Indices (unter 21,01°/ 0 ) bei Erwachsenen nur in 2,9°/ 0 ,bei jungen Leuten in 4,91°/ 0 und bei Fötus in 0% der Fälle fand,zeigten sich solche bei Kindern im Verhältniss von 33% und beiSäuglingen in dem von 73%.
Niedriger Pyrinasalindex fand sich vorwiegend bei Säuglingen,wo sich Indices unter 57 bei 36°/o zeigten, bei Kindern an 22%, beiErwachsenen an 2,9%, bei Alten an 17% und bei Fötus an 0,7°/ 0 .
Für den Index der grössten und geringsten Breite zeigte sichvölliges Fehlen der niedrigen Indices (unter 30) in den erstenEpochen des extrauterinen und während des fötalen Lebens.
In Betreff der Rassen ergab sich klar und deutlich, dass derVorsprung-Höhen-Index bei den weissen Rassen bedeutend höherist als bei den gelben und schwarzen; in der That ergiebt derProzentsatz der niedrigen Indices (unter 21) 7,84% für die weissen,28,2% für die gelben und 29,60% für die schwarzen Bässen, während