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3 (1883)
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30 mE ALTNORDISCHE LITTERATÜR.

glaubt, diese Erinnerung an Thor habe auch in der christlichenZeit noch fortdauern können, weil diese Zeichen gegen die Troldegerichtet gewesen, die sich im Aberglauben des Volks fort-erhalten.

Wir wenden uns wieder zu dem Jahr 1812 zurück, welchemE. Chr. Werlauff die Vatnsdala-Saga und Sage von Fin-boge dem Starken (Kopenhagen in 4") mit einer dänischenÜbersetzung herausgab. Die Kosten trug derselbe J. Aal,welcher nachher auch die Erscheinung des Biörn HoldorsonschenWörterbuchs beförderte. Beide Saa;en stehen durch ihren In-halt in Verbindung und konnten daher schicklich zusammen-gerückt werden, doch ist das Leben von Finboge später abge-fasst. Ist die Vatnsdala-Saga an innerem Werth der Niäla undEigla nicht völlig gleich zu setzen, so folgt sie doch nach jenenund gewährt immer ein treffendes Bild von den Menschen undSitten jener Zeit. Sie gehört zu denjenigen Sagen, welche sichmit der Geschichte eines Stammes in einem gewissen Distriktbeschäftigen. Mit Ingemund des Alten Herkunft (geb. um dasJahr 858) fängt sie an, erzählt seines Vaters Geschichte in Nor-wegen, seine eigene und seiner Söhne Thaten in Irland und imVatnsdal, wo er sich niedergelassen, und endigt mit dem Tod desThorkell Kraflas, eines Enkels seiner Tochter, im Jahr 1000.Die Sage von Finboge dem Starken dagegen enthält bloss eineBiographie und befasst das Leben eines Helden von seinemersten Dasein bis zu seinem Tod; was erzählt wird, hat Bezugauf ihn, und von seinen Nachkommen wird nur das Allernöthigstegesagt. Sie ist weniger glaubwürdig, d. h. als eine spätere Sagepoetisch erweitert.

Gleichfalls in diesem Jahr 1812 erschienen zu Kopenhagen:Populäre Aufsätze, das griechische, römische und nor-dische Alterthum betreffend, von Birger Thorlacius (übersetztaus dem Dänischen von L. C. Sander). Zwei gehören davonhierher. Bemerkungen über die noch jetzt in Däne-mark sich befindlichen Hügel und Steinkreise. Essind hier die bis jetzt bekannt gewordenen, äusserst verschiedenenAlterthümer dieser Art zur Übersicht zusammengestellt, wobeider Verfasser die von den Geistlichen eingesandten Berichte an