208
Plateau, welches gegen die Nahe und gegen zwei Seiten-thäler derselben steil abfällt, die Ruinen römischer Gebäude,und die Lage derselben macht es wahrscheinlich, dass eseine römische Befestigung war. Münzen und andere Aller-thiimer werden hier noch fortwährend sehr viele gefunden.Von den römischen Ruinen bei Frauenberg führte dieRömerstrasse an Ausweiler vorbei, und vereinigte sich beiBreunchenborn mit einer andern, welche von der römischenBefestigung auf dem Schauenberge bei Tholey kommend,über Wolfersweiler, über den Feldberg nördlich von Baum-holder, dann südlich von Frohnhausen und auf der Höhefort zwischen Ellenbach und Rewersheim gegen Grumbach 188 )etc. führte. Hier hat der Verf. die Spuren dieser Strasseverloren, und kann daher nicht angeben, wohin sie weiter
geführt hat.
A
" Ber Sfi ng bei Otzen hausen (südöstlich vonH e rme^keil). Eine halbe Stunde nordöstlich von Otzen-hausen befindet sich auf der Kuppe eines hohenbewaldeten Vorberges des Hohwaldes, der süd-lich und westlich gegen Otzenhausen und nördlich gegenein Seitenthal der Prims steil abfällt, eine uralte Befestigung,welche in der Umgegend der „Ring" 189 ) genannt wird. Die-
,
188) Tgl. Jahrb. H. I. S. 100 ff. H. XVII. S. 226 und 227 undH. XXIII. S. 181.
189) Ringe oder Ringwälle heissen bekanntlich die auf dem Taunusund in den westfälischen Gebirgen auf den Bergkuppen auf-gehäuften Steinwälle, welche den Germanen bei den Invasionender Römer von dem linken Rheinufer aus als Zufluchts- undVertheidigungspunkte dienten. Aehnliche Befestigungen befindensich auf den Yogesen im Elsass und in der Pfalz, so wie aufdem Soon- und dem Hohwalde. Unter letztern ist der Ringbei Otzenhausen der bedeutendste, so wie in der Pfalz dieHeidenmauer bei Dürkheim, welche das Plateau eines hohengegen das Rheinthal abfallenden Berges umschliesst, und an