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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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beständigen Besorger der Strassen- und Wasserbauten desReichs ernannt worden war. Zu den grossen Strassen-anlagen, die unter diesem thätigen und einsichtsvollen Mannein Gallien ausgeführt wurden, gehört unter anderm für dießheingegenden die lange Strassenlinie, welche von Mailandaus durch das Thal von Aosta über den grossen Bernhardüber Marlinach, Avenches, Solothurn, Äugst und auf demlinken Rheinufer hinab bis zur Nordsee führte.

Unter den Kaisern nach Augustus haben sich besonnersVespasianus, Trajanus , Hadrianus, Antoninus Pius, M. Aure-lius, Sept. Severus, Constantinus der Grosse und anderedurch Anlegung neuer und Ausbesserung schon vorhandenerStrassen ausgezeichnet.

Obgleich die Ueberreste von römischen Militairstrassen,welche sich in den Rheingegenden befinden, in ihrer Anlageund Ausführung nicht den hohen Grad von Pracht undLuxus zeigen, wie z. B. die Appische und Flaminische Strassein Italien; so sind sie doch geeignet, theils durch ihre grosseAnzahl und Ausdehnung, theils durch ihre geschickten Rich-tungen und durch die Festigkeit ihrer Bauart, uns mehr alsalle andern Ueberreste des römischen Alterthums ein Bildvon der Grösse und dem Character dieses Volks zu verschaffen.

II. Speriellnre angaben.1) Zwei Arten von Römerstrassen.

Die Römer theilten ihre Strassen: a) in Consular-oder Militairstrassen, und b) in Vici nalstrass en.

Zu den ersteren den eigentlichen Staatsstrassengehörten die grossen Strassenlinien, welche ursprünglich vonRom von der goldenen Meilensäule ausgehend, am Meere,an grossen Flüssen, in grossen Orten, oder in andern Haupt-strassen endeten, deren Erbauung und Unterhaltung aufkaiserlichen Befehl durch angestellte Beamte geschah, undwelche sich gewöhnlich durch ihre Richtung, durch ihre