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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
Entstehung
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Gallien muss schon vor Cäsar's Ankunft mit einzelnen grossenStrassen versehen gewesen sein, denn sonst hätte er mit seinenLegionen nicht so leicht die schnellen Märsche durch das ganzeLand von einem Ende zum andern ausführen können. Uralt war"die südliche Kaiserstrasse von den Pyrenäen nach Massiliaund weiter nach Italien. Der planmässige Strassenbau nachrömischer Weise und für militairische Zwecke beginnt abererst unter der Alleinherrschaft des Ortavian. Denn sobalder durch den Sieg bei Actium (31 v. Chr.) in den alleinigenund ruhigen Besitz des römischen Reichs gekommen war, Hesser Gallien durch seinen grossen Feldherrn M. Vipsanius Agrippanach römischen Principien militairisch organisiren, d. li. durchAnlegung von festen Plätzen und Militairstrassen für die Be-hauptung und durch Ansiedelung römischer Kolonisten für dieRomanisirung von Gallien sorgen. Dieses von Augustus ein-geführte System wurde von seinen Nachfolgern beibehalten.

Von diesen Strassen-, Befestigungs- und Kolonial-Anlagensind in der preussischen Rheinprovinz und den angrenzendenLändern noch bedeutende Ueberreste vorhanden. Der Ver-fasser hat viele derselben aufgesucht und bereiset, und ergiebt hier die dadurch gewonnenen Resultate, indem er Fol-gendes als Einleitung voranschickt.

I. allgemeine J3emerhungeit.

Die Römer sahen die Militairstrassen als eins der vorzüg-lichsten Mittel zur Behauptung und Ausbreitung ihrer Machtan. Sobald sie ein Land durch die Kraft ihrer Waffen er-obert hatten, legten sie in demselben an geeigneten Punkten

gewöhnlich gegen die äussersten, den noch nicht unter-worfenen Völkern zugekehrten Grenzen des eroberten Landes

befestigte Plätze an und besetzten dieselben mit ihrenLegionen. Diese befestigten Punkte wurden unter einanderund mit den rückwärts gelegenen Hauptorten durch Militair-

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