Druckschrift 
F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
206
Einzelbild herunterladen
 

206

10. Römerstrasse von Trier über den Hohwaldnach Frauen berg an der Nahe u. s. w.

Diese Strasse wird weder in den Itinerarien noch auf derPrutingerschen Tafel aufgeführt. Auch gehörte dieselbeihrer Bauart nach, wie die noch vorhandenen Ueberrestezeugen, nicht zu den grossen Militairstrassen des römischenReichs. Sie hat zwar dieselbe Breite wie jene, aber ihreErhöhung über den Boden und ihre Besteinung ist nicht sobedeutend und sie dürfte daher eher zu der Klasse derVicinalstrassen zu zählen sein.

Sie folgte der Römerstrasse, welche von Trier über dieBildlicher Brücke nach dem Heidenpütz etc. führte, bis aufdie Höhe zwischen Mertesdorf und Pell (1% Stunde von Trier),ier geht sie rechts von dieser ab und in der Richtung der neuenChausseefjffin Trier nach Hermeskeil, nur noch wenig sicht-bar, auf nr Höhe von Thom fort bis zu dem Anfange desHohwaldes "zwischen Farschweiler und Osburg. Bald nachdem Eingange in den Hohwald schneidet sie die neueStrasse und führt östlich von derselben, in gerader Richtungder Höhe folgend, gegen 1500 Schritt westlich von Pölertund zwischen den Thälern, welche nördlich nach der west-lichen Dhrone und südlich nach der Prims herabfallen, nachdein sogenannten Königs felde. Dieser auf der Höhezwischen Hermeskeil und Pölert gelegene theils kulti-virte, theils mit Wald bestandene Punkt, wo noch fort-während römische Alterthümer gefunden werden, war offenbarder Etappenort zwischen Trier und dem zweiten römischenEtablissement bei Frauenberg.

Das Königsfeld liegt fast in der Mitte zwischen Trierund Frauenberg, und ist von Trier 6, von Frauenberg7 Stunden entfernt. Etwa 1600 Schritt westlich von demKönigsfelde, an der Römerstrasse und an den Quellen desRothenbaches, liegt der Heidenbruch, ein Ort, wo häufig