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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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2. Mili tai rs trasse von Trier auf der linkenSeite der Mosel nach Metz.

Diese Strasse wird nur in dem Itinerar des Antoninangegeben 20 ), und zwar als die Fortsetzung einer grossenStrassenlinie, welche von Sirmium 21 ) in Pannonien aufder Südseite der Donau über Augsburg, Strassburg undMetz nach Trier führte.

Von der Moselbrücke bei Trier ausgehend, finden sichnoch einzelne Spuren dieser Strasse in den Fluren der DörferEuren und Zewen. In Jgel ging sie an dem schönen und guterhaltenen Denkmale der Sekundiuischen Familie 22 ) vorbeiund führte in der Richtung der jetzigen Chaussee nachLuxemburg über Wasserbillig 23 ). Westlich von diesemOrte, auf der Höhe bei Mertert, geht sie von der genanntenChaussee rechts ab und ist von jetzt an allen Orten nochsichtbar und zum Theil gut erhalten. Etwa 200 Schrittoberhalb der jetzigen Brücke über die Sier zieht sie überdiesen Bach und die Anhöhe hinauf gegen Munschecker,welches Dorf sie rechts liegen lässt. Auf der Höhe bei

20) Vgl. Jahrb. H. XVII. S. 53. ff.

21) Sirmium war seit Konstantin d. Gr. das für die römischeDonauvertheidigung, was Trier für die des Eheins war. DieKaiser hielten sich, je nachdem es die Umstände erforderten,bald in dem einem bald in dem andern auf. Eine grosse An-zahl von noch vorhandenen Reichsgesetzen, die theils vonTrier theils von Sirmium datirt sind, beweisen, dass die Kaiseroft in dem Zeiträume von wenigen Tagen ihren Aufenthalt vonTrier nach Sirmium , und umgekehrt, verlegt hatten. Sirmiumist während der Völkerwanderung von der Erde vertilgt worden;seine Ruinen befinden sich eine Stunde von Mitrowitz an der Save.

22) Vgl. ebendas. H. XIII. S. 189 ff. u. H. XIX. S. 33 ff.

23) Ebendas. H. III. S. 56 ff.