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wenn auch nicht seine ersle Gründung, doch wenigstensseine Vcrgrösserung und Einrichtung als grosse befestigteStadt. Die militairische Wichtigkeit von Trier hebt vor-zugsweise mit der Mitte des 3. Jahrhunderts an, wo sicham Oberrhein der Bund der Allemannen, und am Nieder-rheine der Bund der Franken bildete, durch welche vorzüg-lich , nach einer Reihe von blutigen Kämpfen, die römischeHerrschaft am Rheine und in Gallien vernichtet wurde.
Trier, fast in der Mute zwischen dem Ober- und Nieder-rheine und in gehöriger Entfernung von diesem Grenzstromegelegen, um den ersten Invasionen der überrheinischen Völ-ker nicht ausgesetzt zu sein, dabei durch den einzigen^schiflbaren Fluss, der mehr aus dem Innern von Gallien dieZufuhr erleichterte, mit dem Rheine verbunden , eignete sichmehr als ein anderer Ort zum Centralpunkte der römischenRheinvertheidigung und zum Hauptdepot der am Rheinekämpfenden Heere. Wegen dieser Lokalverhältnissc wurdeTrier seit Maximianus Herculeus bis auf Valentinianus II.(von 287 bis 390) der gewöhnliche Aufenthaltsort derKaiser, und seit Constantinus Magnus der Sitz der Verwal-tungen von Gallien, Spanien und Britannien.
Von dem Verf. sind bereits acht Hauptstrassen-Richtungenaufgefunden worden, welche von Trier ausgingen, von denenvier nach dem Innern von Gallien, und vier mit mehrerenabgehenden Seitenstrassen ' nach den römischen Festungenam Ober-, Mittel- und Niederrheine führten.
1. Römische Militair Strasse von Trier auf derrechten Seite der Mosel nach Metz.
Diese Strasse Nro. 1. ist auf der Peutingerschen Tafel ange-geben; die Entfernungen sind jedoch so unrichtig bemerkt,dass es schwer ist, dieselben mit den wirklichen in Ueberein-stimmung zu bringen. Sie ging in der Richtung der gegen-