205
stempeln gefunden. Die grosse Anzahl von römischen Münzen,die innerhalb der Umfassungsmauer und östlich von derselbengegen die Nahe hin gefunden werden und dem Verf. zuGesicht gekommen sind, umfassen die Periode von Gallienusbis Honorius. Wenige waren älter, und es scheint daher,dass diese Befestigung unter Gallienus entstanden und unterHonorius, bei dem Einfalle der Vandalen und der mit ihnenverbundenen Völker, im Jahre 407, mit so vielen andernrömischen Etablissements zwischen Mainz, Metz und Trierzerstört worden ist.
Die Portsetzung der Römerstrasse lässt sich von derHeidenmauer bis auf die Höhe beim Dannstädter Hofe ver-folgen. Wahrscheinlich hat dieselbe zunächst nach Alzeygeführt, wo man wieder die Spuren eines römischen Kastells ,gefunden hat. Auf einer grossem Strecke von der Heiden---^mauer aus linden sich neben dieser Strasse in N ^tm Pudenviele Ueberreste römischer Gebäude, und auf der flöhe beimDarmstädter Hofe, so wie auf der linken Seite der Naheauf der Höhe, der hungrige Wolf genannt, hat man grosse N
römische Grabstätten entdeckt, wo in den letzten Jahrenviele Urnen von Glas und gebrannter Erde, Münzen etc.ausgegraben worden sind. Ueberhaupt ist die ganze Um- *^S^gegend von Kreuznach sehr reich an römischen Alterthümern. ;,
Kreuznach selbst ist nicht römischen Ursprungs, aber wahr-scheinlich bald nach der Zerstörung obigen Kastells ent-standen, da dieser Ort bereits eine Domäne der erstenKarolinger war, die hier ein Palatium hatten.
*
heim an dem Punkte die Nahe übersehritten habe, wo sich dieam rechten Ufer dieses Flusses von der Heidenmauer herab-kommende Strasse theils nach Bingen, theils nach Mainz wendete.E. S. (Ueber die neuesten Funde werden wir im Anschlussan den Bericht in Heft XXVII p. 63 im nächsten Hefte Mit-theilungen vorlegen. Die Red.)