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sein , wie es wahrscheinlich ist, so hätte dieser Arm b derRömerstrasse noch eine Wichtigkeit mehr gehabt.
Die Strasse, welche aus dem Moselthale bei Neumagenüber den Hunsrücken in das Rheinfhal bei Niederheimbach 183 )führte, und weiche wir als die spätere, von Konstantintlieils neu angelegte, theils wiederhergestellte Militairstrassevon Trier nach Bingen bezeichnet haben, wird von denLandleuten in dieser ganzen Ausdehnung die „Steinstrasse"genannt, eine Benennung, die schon im Mittelalter gebräuch-lich war 184 ), und welche diejenigen Arme der Römerstrasse,die wir für die frühere Richtung derselben halten, nichtführen.
Um die Bauart dieser Strasse, deren Festigkeit so vielenJahrhunderten getrotzt hat, kennen zu lernen, hat der Verf.dieselbe an zwei Stellen durchstechen lassen, westlich vomstumpfen Thurme und in der Gegend von Dill. \ beidenStellen lag die Besteinung in einem 4% bis 5' hflffen Erd-damme, wozu die Erde aus den zu beiden Seiten der Strassenoch jetzt befindlichen Gräben genommen ist. Das Funda-ment der Besteinung hatte an beiden Stellen eine Breitevon 21' und 11 bis 13" Höhe. Es bestand bei dem erstenDurchschnitt aus Schieferplatten, die in Lehm und auf diebreite Seite gelegt und an beiden Seiten mit hohen Bord-
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183) Nach den spätem Untersuchungen des Verf. über den Pfahl-graben (s. Annalen des Vereins für Nass. Alterthums-Kundeetc. Bd. VI. S. 163 und den besondern Abdruck — dn Kom-mission bei R. Voigtländer in Kreuznach — S. 59) setzte sichdiese Strasse über dem Rheine von Lorch durch das "Wisper-thal etc. und über die alten Burgen bei Holzhausen auf derHaide und bei Oberbrechen nach der Hunenburg bei Butzbachfort, so dass sie als die Operationslinie der Römer von Triernach der obern Lahn erscheint. E. S. -
184) Steinstraza — vid. Urkunde vom Jahre 1U0G in Histor. etComment. Academiae Palatinae V. 142.