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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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Vosavia genannt, und die angegebene Entfernung trifftgenau auf Oberwesel. Dieser uralte Ort scheint zur Zeit derRömer von keiner grossen Bedeutung gewesen zu sein, dennes werden hier nur wenige Alterthümer gefunden, oder dievon den Bergen herabgeführte Erde etc., sowie die häufigenUeberschwemmungen des Rheins, haben das früher Vorhandenetheils vernichtet, theils tief unter der jetzigen Oberfläche

Altertumswissenschaft ein sehr erhehlicher Dienst geleistetworden ist.

Die 12 Ruthen vom linken Ufer entfernt unterhalb gelegene,aus dem röthliehen Sandsteine der untern Maingegend bestehendeMilliensäule (Nro I) ist, bei einem Durohmesser von 16", 6' 4" hoch,wovon 18" auf die eben so breite vierkantige Basis kommen.Durch diese schwere Basis hatte sie eine schräge Lage in demetwas wieder ansteigenden Boden des Flussbettea erhalten, wel-cheki Umstände es mit beizumessen ist, dass die Schrift im obernTheihV durch die Reibungen der darüber hingerutschten Schiffs-kiele und Flossstämme sehr gelitten hat. Was am Kopfendeder Säule sonst noch beschädigt ist, scheinen Barbarenhändevor ihrem Umsturz verrichtet zu haben, indem der ganze obereSteinkranz mit Hämmern lappenartig von oben nach untenheruntergeschlagen, und dadurch die oberste Schriftzeile bis indie Hälfte der Buchstaben mit herunter gehauen worden ist.

Die Meilensäule Nro. 2, 36' oberhalb der erstem und10 Ruthen vom linken Ufer entfernt gelegen, besteht auseinem blossen Säulenschafte von 6' Höhe bei einem Durch-messer von 22'/»", und dieser Form, so wie dem günstigenZufalle, dass der grössere Theil der Schrift nach unten lag,ist es zu verdanken, dass alle Zeilen durch die Schiffskiele,Eisschollen etc. nur 3 bis 4 Endbuchstaben eingebüsst haben.Ihr Material ist der hellere, graubraune Sandstein der unternNahegegend.

Herr Dr. Rössel hat die sehr beschädigte Inschrift von Nro. 1. in welcher der Name des Kaisers, unter dem die Strassen-anlage erneuert wurde, fast durchgängig mit dem Meisel sorg-fältig vertilgt worden ist, was bekanntlich allgemein auf den

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