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die Kirche, und nördlich und östlich davon in den Gärtenund Feldern gefunden. Cosmann aus Cleve, der im vorigenJahre hier hat graben lassen, fand ausser Tuffstein-Mauernauch andere von Ziegeln, worunter viele mit Legionsstempeln,von denen jedoch keiner mehr vorhanden war. Auch eineziemlich lange Wasserleitung aus Ziegelplatten von 2 Qua-dratfuss, welche noch vorhanden waren, wurde bei diesenAusgrabungen ausgebrochen. Viele Münzen aus der spätemrömischen Zeit wurden gefunden. — Der ehemalige Tempeldes Mars Camulus bildet die Kapelle der jetzigen Kirche,die auch grossenlheils aus römischen Steinen aufgebaut ist.Der auf dem Schlosse zu Cleve aufbewahrte Votivstein desMars Camulus 129 ) war in dem Altare der Kapelle einge-^)tnauert, wo ihn Buggenhagen ausbrechen liess. An derNordseite dieser Kapelle befindet sich der zugemauerte Ein-gang , der schon im frühen Mittelalter nebst dem Bogenge-wöltre um 2' erhöht worden ist, weil sich der Boden umdie Kirche erhöht hat.
Die Kirche uud der Raum, wo die römischen Ruinen ge-funden werden, liegt überhaupt höher als die Umgegend.
4) Der Heidenkircbhof liegt westlich an der Strasse von_ Cranenburg nach Goch, etwas oberhalb Frasselt, auf einerAnhöhe im Walde. Hier befinden sich, nach der Aussagedes Cosmann, römische Mauern und Ruinen in einer grossenAusdehnung, und eine römische Strasse zieht von da in ge-rader Richtung durch den Reichs- und Clever Wald nachMaterborn und gegen das Haacksche Thor von Cleve.
Bei der Drususburg, oder dem versunkenen Kloster, west-lich von Neu-Kloster und Kessel an der Niets, sollen vielerömische Alterthümer gefunden werden. Desgleichen beiSchloss Calbeck an der Niers. Dieser Punkt ist besonders
190) Vgl. Jahrb. H X. S. Ol. ff., H. XVIII. S. 134 ff. u. H. XXVI.S. 199 ff.