100
nach Frimershcim, andrerseits unter dem Namen des „Sittard-bruches" südlich am Trompeter vorbei nach dem Mühlen-winkel etc. gehl. Die Niederung, die westlich an Kalden-hausen vorbei geht, heisst der Donk. Eine dritte Niederungsoll von dem Burgschen Hofe gegen Bergheim und von daöstlich am Borgfelde vorbei nach Essenberg gehen. DerMühlenwinkel liegt südwestlich vom Trompeter gegen „Hog-felds" und besteht aus sandigen Höhen, die mit Bäumen undGesträuch bewachsen sind.
Nach Aussage des jungen Böltgen sind nur einige Mauer-reste im Mühlenwinkel gefunden worden, und in einer süd-lich gelegenen Sandhöhe (nicht Hunnenberg, wie Jansen sagt,"^Indern Himberg genannt) einige Urnen. Der Mühlenwinkelist lange nicht so wichtig als der Volkesberg; jedoch istdie Angabe von Fiedler, dass diese Stelle (er scheint(itü Mühlenwinkel zu meinen, da er von Büschen spricht,die sich hier befinden, während der Volkesberg ganz ausfreien Aeckern besteht) die alte Burg genannt werde, eineBenennung, die ganz unbekannt ist, wohl nur irrthümlich 111 ).
111) Der Volkesberg ist kaum eine Höhe zu nennen, und war bisin die 50er Jahre mit dichtem , jetzt gerodetem Gebüsch be-deckt. An der Nordseite dieses kaum 200 Q Ruthen messendenAufwurfs fanden sich Ziegel und Gefässe, angeblich auch eineSteinstrasse einige Fuss unter der Bodenoberfläche. Zu denälteren Funden auf der Höhe des Miihlenwinkels, an der Nord -seite des unter dem Namen Sittard nordwestlich gerichtetenalten Rheinarms, sind durch die theilweise Rodung des jenenbedeckenden Waldes und Gebüsches, viele neue und bedeutendegekommen , welche in weitverbreiteten Mauerresten, verziertenSteinen, Gefässen, Stücken von Glassscheiben und dgl. bestehend,eine grössere römische Niederlassung bezeugen, von welchereine Steinstrasse ostwärts zur grossen Heerstrasse, eine anderenordwärts nach Asciburgium führte, und zu welcher die früherund später ost- und westärts gefundenen Gräber gehört haben.Durch den Sittardbruch führte ein Kiessdamm, an dessen Seite