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mitteln können, niemals römische Alterthümer gefunden worden.
Ergänzung vom Jahr 1838. „Gellep liegt auf einerAnhöhe, die nie vom Rheine überschwemmt wird und die Ur-sache der Anlage des römischen Kastells gewesen zu sein scheint.Sie ist oben ganz eben, fällt nach allen Seiten gleichmässigab, und man erkennt noch, dass die römische Befestigungein Quadrat bildete. Der Rhein scheint früher dicht anGellep vorbeigeflossen zu sein. Es werden daselbst vielerömische Münzen gefunden ; auch ein Ziegel mit LEG ' X ■und Scherben mit BOVDVS PEC. sind entdeckt worden.
Die Römerstrasse scheint durch die westliche Richtung desRheins bei Uerdingen auf eine Strecke zerstört zu sein.~>Bei Uerdingen wächst die Sellery von vorzüglicher Güteund wird zu Salat, Ragout und Suppen gebraucht. IhreGestalt ist mit der Siser des Plinius übereinstimmend".
Die Römerstrasse führte von Gelduba nach Calo. DieEntfernung trifft auf Kaldenhausen 107 ), wofür auch die Na-mensähnlichkeit passt, obgleich in diesem Orte keine Spurenvon der Anwesenheit der Römer sich vorfinden. Ebensowenig hat der Verf. zwischen Gellep und KaldenhausenUeberreste von der Römerstrasse gefunden, welche höchstwahrscheinlich durch die erst in neuerer Zeit entstandeneRichtung des Rheins nach Uerdingen zerstört worden ist.
Nördlich von Kaldenhausen wird die Römerstrasse wiederganz sichtbar und führt nach
Asberg (Asciburgium) 108 ) Nach Tacitus lag Ascibur-
107) Vgl. H. XXVII. S. 159.
108) Vgl. Jahrb. H. V. und VI. S. 238 ff., H. XVII. S. 141., H. XX.S. 1 ff., H. XXI. S. 32 und 36 und H. XXIII. S. 84 ff. Ueberden Ursprung dieses uralten, schon vorrömischen Orts theiltTacitus (Germ. 3) eine höchst merkwürdige Sage mit, und es ist nichtunwahrscheinlich, dass unter Ulysses [Odysseus] den Tacitusals Gründer des Orts angibt, der Stammgott der germanischenVölker und der erste der Asengötter, Odin, und unter Ascibur-gium, Asgart oder die Burg der Äsen zu verstehen sei.