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Römerstrasse gelegt sein, da dieselbe bis nördlich von Strümpauf einem Höhenrücken zwischen zwei Niederungen läuft.In dem langen Dorfe Latum, das zu beiden Seiten der Strassegelegen ist, heisst dieselbe noch die hohe Strasse. An zweiStellen ging, bevor die Chaussee sehr erhöht wurde, näm-lich in Strümp und in dem nördlichen Theile von Latum,bei hohem Rheinstande das Wasser über die Strasse undergoss sich von letzterer Stelle nach Linn etc. Wo dieStrasse nördlich von Stratum (Stratheim) die Wendungnach Uerdingen nimmt, scheint die Römerstrasse östlich vonUerdingen, wo gegenwärtig der Rhein fliesst, geführt zuhaben. Denn nördlich von Uerdingen zeigt sich östlich vonder Chaussee eine mit Rüschen bewachsene Sandhöhe ,^{»welcher ein erhöheter alter Kiesweg läuft (in der Nähe des X^Kirchhofes), der südlich gerade auf die Richtung von Stra-tum trifft und weiter nördlich in die Chaussee einläuft. Dasrömische
Gellep (Gelduba) wird auch Gelb oder Geldub genannt 106 ).Dieser römische befestigte Platz, früher dicht am Rhein,jetzt etwas von ihm entfernt, auf einer Anhöhe gelegen,verdankt höchst wahrscheinlich Drusus seine Entstehung.In dem batavischen Kriege wurde dieser Ort von Civiliserobert, und die Römer verloren zwischen ihm und Neussein Kavalleriegefecht. Nach Plinius (bist. nat. XIX, 28)wuchs hier eine Art Zuckerwurzel (?) (siser) 106 ), die alsLeckerbissen in die Hofküche des Kaisers Tiberius ge-liefert werden musste. Von den Römern hat sich in Gellepüber der Erde nichts mehr erhalten; unter der Erde findetsich jedoch altes Gemäuer, Münzen Gefässe etc. aller Orten.
Uerdingen wird in römischen Nachrichten nicht genannt,und es sind in diesem Orte auch, so viel der Verf. hat aus-
105) Vgl. Jahrb. H. XX. S. 1 ff. und H. XXVL S. 181 ff.
106) Vgl. ebend. H. I. S. 109. und H. V. und VI. S. 251.