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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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gium am Rheine, weshalb man es gewöhnlich in Essenberggesucht hat. Dieses ist jedoch ein Irrthum. Asciburgiumlag südlich von dem jetzigen Asberg, auf dem sogenanntenBorgfelde, wo sich noch in weiter Ausdehnung Ruinen römi-scher Gebäude , Keller etc. vorfinden , und noch fortwäh-rend eine Menge Münzen, Utensilien etc. ausgegraben wer-den. Die Römerstrasse führt mitten über das Borgfeld.Eine Niederung östlich vom Borgfeld heisst noch jetztim altenRhein" und beweiset, dass zur Zeit der Römer der Rheinin dieser Richtung floss. In dem batavischen Kriege, undbei den spätem Einfällen der Pranken, theilte Asci'burgiumdas Schicksal fast aller festen römische« Orte am Niederrhein,und wurde zuletzt im Jahre 451 durch die Franken, welche*den Hunnen nachzogen, gänzlich zerstört.

Von Asberg aus ist die Römerstrasse noch ganz sichtbarund erhalten, und bildet den westlichen Theil der neuenStrasse (die hohe Strasse genannt, wovon jedoch (1828) nurdie Erdarbeiten vollendet sind) bis an Stromeurs, wo sie vonderselben links ab und über die Loete nach dem Eugenia-nischen Kanal geht. Nördlich von diesem Kanäle (der beinasser Jahreszeit von Rheinberg bis Kloster Camp mit Käh-nen befahren wird) führt sie ebenfalls noch wohl erhaltenüber die Millinger Haide, und berührt hier die östliche Seiteeiner grossen quadratförmigen Verschanzung, wovon sichzum Theil ein doppelter Erdwall und die Ueberreste einesdavor liegenden Grabens erhalten haben. Die römischenTodtenurnen und andere römische Alterlhümer, welche umdiese Verschanzung herum gefunden werden, lassen vermuthen,dass dieses ein römisches Sommerlager 109 ) gewesen sei, in

109) Die Römer nannten die eigentlichen Standquartiere der Legio-nen Winter- oder Standlager (Castra liiberna oder stativa) unddiejenigen Punkte, wo die Legionen während des Sommers zu-sammengezogen wurden, Sommerlager (Castra aestiva). Die

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