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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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wo dieses am schmälsten ist, und wendet sich über Latum,wo sie noch jetzt die Römerstrasse (?) genannt wird, nach demDorfe Gellep 104 ).

Ergänzung vom Jahr 1839.Neuss liegt auf einerAnhöhe, am höchsten die Kirche. In der Gegend derselben,also in der Mitte der Stadt, lag das römische Kastrum.Unterhalb Neuss an dem Erftkanale kommt noch die Be-nennungder alte Rhein"im alten Rhein" vor.

Wenn man der Chaussee aus dem Rheinthore längs demhohen Uferrande des alten Rheinlaufs bis dahin folgt (etwa1500 Schritt), wo sich dieselbe östlich wendet, geht vonderselben in nördlicher Richtung ein bedeutend erhöheter~K!£swfg ab, welcher den Namen hohe Strasse führt undsich in gerader Richtung gegen Brühl wendet, wo er vordem Orte wieder in die Chaussee trifft. Er geht westlichvon Zoppenbroich und am Dickhoff vorbei. Bei Anlegungder neuen Chaussee ist vieler Kies von dieser Strasse ge-nommen worden, und sie ist daher gegenwärtig nicht mehrganz fahrbar.

Nach Aussage eines Ortskundigen macht sie im Buscheeine kleine Krümmung.

Von Brühl an muss die gegenwärtige Chaussee auf die

104) Die grosse römische Heerstrasse führte nicht auf und durchGelduba selbst, sondern am westlichen Fusse der später erwähn-ten Anhöhe vorüber, war aber durch zwei, vielleicht drei, nord-östlich und östlich gerichtete Seitenstrassen mit dem Kastellverbunden. Vgl. Rein, idie römischen Stationsorte S. 39. ff. überdiese und die nördliche Richtung der Römerstrasse, sowie S. 27. ff.über die in und um Gelb gefundenen Alterthümer, denen zweiim Mai 1861, nordwestlich von Latum, ausgegrabene Stein-särge mit Knochen, zierlichen Gläsern, Bronzgegenständen, u. 1ampulla olearia und 2 strigiles, durch Kettchen an Einge be-festigt, und mehreren Thongefässen, u. a. 1 Schüssel von terragig. mit dem Stempel L.EOFEC, beizufügen sind. R.