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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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wieder zum Vorschein, von wo sie oberhalb Grimlinghausenüber die Erft und nach Neuss geführt hat.

Nachtrag vom Jahr 1839.Das römische Kastell zuBürgel scheint ein ziemlich regelmässiges Viereck gebildetzu haben, von 98 bis 100 Schritt Seitenlänge und mit ab-gerundeten Ecken. Durch die Erbauung der Scheuer istdie westliche Seite der Mauer zerstört worden, und nurnoch in dem Schafstalle ist ein Theil derselben, so wie dieabgerundete Ecke sichtbar. Die Mauer besteht aus Gussund mag 7 bis 8' dick sein. Der untere Theil derselbenscheint älter zu sein, und hier sind mehrere Lagen grosserZiegel eingemauert. Dass der obere Theil jünger und wahr-scheinlich nach einer vorausgegangenen Zerstörung wieder-hergestellt ist, dürfte auch aus dem 18" hohen und 12'''breiten, auf beiden Seiten mit Lorbeerzweigen verzierten,Votiv-Altare 97 ) mit der Inschrift:

jVFAMABVSCLVCILIVS

CRISPVSV SLM-

hervorgehen, welcher aus dem Innern der Gussmauer her-ausgenommen und gegenwärtig im Garten aufgestellt ist.Nach Aussage des Rentmeisters Würz steckt der ganze Hof-raum voller Mauerreste.

Die Münzen, welche der Verf. hier gesehen hat, gingenbis auf Arcadius, folglich bis auf die letzte Zeit der römi-schen Herrschaft am Rhein.

In der, inmitten der Kastellumfassungsmauern liegenden,Kapelle befindet sich ein uralter runder Taufstein aus schwar-zem Basalt, woran mehrere Kinderköpfe und ein borstigerEber, Verzierungen, welche wohl bei sehr alten heiligen

97) Vgl. Jahrb. H. V und VI. S. 238 und H. XXIII. S. 150 ff.