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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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In dem Itinerar wird der nächste Ort unterhalb Dormagen

Burungum 96 .) als Standort einer Ala genannt. Gewöhn-lich wird Worringen , wie schon gesagt, für das römischeBurungum gehalten, und angenommen, dass dieser Ort indem Intinerar durch einen Fehler statt oberhalb, unterhalbDormagen gesetzt sei. Dem ist jedoch nicht so , sonderndas römische Burungum ist in dem jetzigen , dem Grafenvon Nessclrode gehörigen , Schlosse Bürgel auf der rechtenRheinseite zu suchen, und ist erst im 15. Jahrhundert beieinem Durchbruche des Rheins zwischen Zons und Bürgelvon dem linken auf das rechte Ufer des Flusses versetztworden. Das alte Strombette, worein sich der Fluss beihohem Wasser noch gegenwärtig ergiesst, heisst noch immerder alte Rhein. Die Umfassungsmauern des Schlosses Bürgel,besonders die ganze eine Seite, worauf die Ställe und Wirlh-schaftsgebäude ruhen, sind noch die alten römischen ausBasalt, Trass uud Gusswerk bestehenden.

In den neuern Mauern des Schlosses und in dem Gartendesselben befinden sich viele Steine mit römischen Inschrif-ten , wovon mehrere den Schutzgöttinnen der hier gestande-nen Ala gewidmet sind.

Was der Annahme, dass das römische Burungum in Bürgelzu suchen sei, noch mehr Gewissheit gibt, ist, dass die Rö-merstrasse von Neuss aus in fast gerader Richtung nachBürgel geführt zu haben scheint, ehe sie zwischen Maches-heim und Stürzelberg durch die neuere westliche Richtungdes Stroms zerstört worden ist.

Zwischen Dormagen und Bürgel hat der veränderte Rhein-lauf jede Spur der Römerstrasse vernichtet, und dieselbekommt unterhalb Stürzelberg, wie bereits bemerkt, erst

96) Vgl. Jahrb. H. V und VI. S. 238, H. XIX. S. 58, H. XXI. S.34 und 35 und H. XXIII. S. 141 ff.