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Worringen 91 ) ist römischen Ursprungs, wie die vielenhier gefundenen Alterthümer und Ueberreste von römischenMauern beweisen. Es ist jedoch nicht das im Itinerar be-merkte Burungum, sondern dieses ist, wie der Verf. glaubtund weiter unten ausführen wird, das jetzige Schloss Bürgelauf der rechten Rheinseite.
Nachtrag vom Jahr 1839. „Worringen. Die alte Pan-kratiuskirche, die zu einem Schulhause eingerichtet wurde,liegt auf einer bedeutenden Anhöhe, die bei hohem Wasser,wie zu Fastnacht 1837, den Bewohnern als Zufluchtsstättedient, und selbst bei der grössten Wasserfluth, welche derNiederrhein in neuem Zeiten erfahren hat und bei welcherdas Wasser über einzelne Häuser des Orts hinwegging,nämlich 1781, vom Wasser frei blieb. Diese Höhe, welche'die Kirche, den sie umgebenden Kirchhof und einen Theildes Orts, der westlich von ihr gelegen ist, einnimmt, ist dieStelle, wo das alte Boruncum gelegen hat.
Auch werden hier noch viele römische Mauerreste unterder Erde gefunden, und die Fundamente, worauf die Pan-kratiuskirche ruht, sind römisch. Der übrige Theil des Ortswird bei hohem Wasser überschwemmt.
Auf dieser Höhe hat wahrscheinlich auch die Burg ge-standen , welche Siegfried von Westerburg in 'Worringenanlegte, wovon jedoch jetzt keine Spuren mehr vorhandensind.
Als bei Erbauung der gegenwärtigen Chaussee , zwischen
Scherben der verschiedenartigsten Gefässe, auch verzierter vonterra sigillata, und eisernen Geräthschaften, zum tiefern Baudes Bodens ausgehoben worden waren. Der ganze scharf ab-geschnittene Höhenrand, welcher westlich von Worringen undder Chaussee bis Dormagen sich hinzieht, zeigt einen mit Bruch-stücken römischer Ziegel und Gefässe gemisohten Boden. Rein.91) Vgl. Jahrb. H. V. und VI. S. 238, H. XIX. S 58, H. XXI.S. 34 und H. XXIII. S- 145.