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2) von der Westfront die Strassen nach Zülpich und Jülich;
3) von der Nordfront die Rheinstrasse nach Dormagenetc. und wahrscheinlich noch eine zweite, die von demGereonslach über Caster, Erkelenz nach der Maas ging, undwovon noch einige Ueberreste vorhanden sind.
Constantinsbrücke 8C ). Mehrere römische Schriftstellerder spätem Zeit gedenken einer grossen massiven Brücke,die Constantin d. Gr. (gegen 310) zum Behuf seiner Ex-peditionen gegen die Franken bei Cöln über den Rheinhabe bauen lassen. Im Jahre 1766 scheiterte bei sehrniedrigem Wasserstande ein Schiff auf den Trümmern einesder Salzgasse gegenüberliegenden Brückenpfeilers. Durchdie hierauf erfolgte Untersuchung des kölnischen Ingenieur^Reinhardt wurde die vormalige Existenz 87 ) der BrückeKonstantins ausser Zweifel gesetzt. Er fand die Entfernung
86) Vgl. Jahrb. H. VII. S. 162 ff. Annalen des hist. Vereins für denNiederrhein etc. I. s. 47. ff.
87) In der Kölner Zeitung v. J. 1845 wird unterm 27. Febr. be-richtet: Bei dem äusserst niedern Stande des Rheins wäre dasDampfboot, welches die Fähre besorgt und die beiden Uferverbindet, beinahe gescheitert, indem es unfern des DeutzerUfers, gegenüber dem Gasthofe zum Marienbilde, auf einen derBrückenpfeiler stiess, welcher weiland die von Konstantin ge-baute Röraerbrücke trug, über deren Erbauung und Standpunktdie Gelehrten bisher gestritten hatten. Der Pfeiler, welcherspäter untersucht wurde, ragte bis auf 1%' etwa zum "Wasser-spiegel, und konnte an seiner bemerkbaren obern Stelle, etwa 6'im Gevierte messen. Er bestand aus steinhart gewordenem Mörtel,aus welchem Steinbruchstücke hervorragten, welche durch dieStrömung mannigfaltig zerklüftet waren und ein bimsteinartigesAnsehen gewonnen hatten. In Folge des gestern eingetretenenThauwetters ist der Rhein so viel gewachsen, dass das langverborgene Denkmal wieder unsichtbar geworden; dennochvermeiden die Dampfer sorgfältig die Stelle, welche ihnen Ge-fahr drohen könnte.