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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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A) die Hochpforte (porta alta) an der Südseite, wo dieStrasse von Bonn einging. Diese Strasse führte in derRichtung der jetzigen Hochstrasse durch die Colonia, undging nördlich durch die jetzige

B) Pf äff enpf orte wieder aus derselben. Als dieses Thorim Jahre 1826 abgebrochen wurde, fand man einen nochgut erhaltenen römischen Bogen mit der Aufschrift C. C.A. A. Si ) (Colonia Claudia Augusta Agrippinensis). Die Ab-leitung der jetzigen Benennung Pfaffenpforte von einein Tempelder Venus Paphia, der hier gestanden haben soll, ist lächer-lich. In alten Urkunden wird dieses Thor porta Clerico-rum genannt, weil die Geistlichen von Andreas etc. nachdem alten Dome durch sie gingen. An der Ostseite befandsich

C) die Marspforte (porta Martis) 85 ) als Ausgang nachdem Rheine und nach der Constantinsbrücke. Die Benen-nung Marspforte (oder Marsthor) hat sich in den Rhein-gegenden au den Fronten mehrerer römischer Befestigungenerhalten, die gegen den Rhein hinliegen.

An der Westfront lassen sich die ehemaligen römischenThore mit weniger Sicherheit bestimmen. Es ist jedochwahrscheinlich, dass

D) da, wo das jetzige Ehrenthor am Ende der breitenStrasse befindlich ist, auch ein römisches Thor war, und dassein zweites jetzt zugemauertes

E) im Lach sich befand.

Die römischen Strassen, welche von Colonia ausgingen,waren:

1) von der Südfront die Strasse theils nach Bonn theilsnach Trier;

84) Ygl. Jahrb. H. XXVII. S. 38. Die Reste dieses Thores befindensieh im Cölner Museum. W.

85) Vgl. ebend. H. XXVI. S. 54 und H. XXVII. S. 19 ff.