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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
Entstehung
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dreier Pfeiler von Mitte zu Mitte 7 Ruthen 4 Fuss preuss.und die Breite der Brücke 36' 8" preuss. Die Richtungdieser Brücke ist von der Marspforte über die Salzgassen-pforte , und sie muss aus zwei Theilen bestanden haben,wovon der kleinere die Insel mit der Römerstadt in Ver-bindung setzte. Beinahe alle Schriftsteller der späterenZeit stimmen darin überein, dass diese Brücke sammt demzu ihrer Deckung erbauten Kastell zu Dcutz durch denErzbischoff Bruno I. , Bruder Otto des Gr., im Jahre 950abgebrochen, und die Steine zur Erbauung von St. Pantaleonverwendet worden seien.

Von den ehemaligen römischen öffentlichen Gebäuden inCöln Iässt sich gegenwärtig nur noch mit Bestimmtheitdie Lage des Capitolium nachweisen. Es lag auf der Anhöheüber dem westlichen Rheinarme, wo jetzt St. Maria in Ca-pitolio befindlich ist, war nach der römischen Periode derPalast der fränkischen Könige, und wurde durch Plektrudis,die Gemahlin Pipins von Heristal, in ein Frauenstift ver-wandelt.

Zur Zeit der Römer lag die Rheinflotte , die theils zurDeckung des Rheins, theils um Getreide etc. aus Gallienund Britannien zu holen und die römischen Plätze am Rheindamit zu versehen, bestimmt war, bei Cöln. Bei Erbauungdes Seminars auf dem Domhofe 1743 fand man in dem auf-geschütteten Boden Mauern mit Ringen zum Anbinden derSchiffe, und eine Menge zum Schiffbau dienender Geräth-schaften, so dass es scheint, als habe der Hafen zur Auf-nahme der Flotte an dieser Stelle, und folglich innerhalbder Befestigung gelegen.

Deutz 88 ) (Tuitium, Castellum divitense oder tuitense)der Brückenkopf von Cöln. Ueber die Entstehung dieserrömischen Befestigung, die in spätem römischen Schrift-

88) Vgl. Jahrb. H. I. S. 114, und H. XV. S. 1 ff. und S. 155 ff.