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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
Entstehung
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Jesiiilenhofe gegenüber auf der rechten Rheinseite werdennoch jetzt mehrere Häuser von Schwarz-RheindorfimGeusen" genannt, und es ist wahrscheinlich, dass dieses dasrömische Gesonia ist, und dass diese Brücke, welche Dru-sus zum Behuf seiner Expeditionen gegen Deutschland bauenliess und wahrscheinlich eine Schiffbrücke war in derNähe des Jesuiten - oder Wicheishofes gelegen hat. Allediese Lokalitäten zusammen genommen und die vielen römi-schen Alterthümer, welche jederzeit auf der alten Mauergefunden worden sind, lassen mit Bestimmtheit die Lagedes römischen Lagers in dem oben bestimmten Räume, undnicht in dem jetzigen Bonn, wie man gewöhnlich glaubt,annehmen. Dieselbe Erscheinung wiederholt sich häufigerwie z. B. bei Asberg, bei Xanten etc. etc., dass neuere Ort«,die aus den Trümmern der alten römischen festen Plätze,welche durch die grässlichen Zerstörungen während derVölkerwanderung von der Erde vertilgt worden waren, her-vorgegangen sind, nicht auf den alten Ruinen selbst, sondernin ihrer Nähe erbaut worden sind, und zwar aus dem ein-fachen Grunde, weil es leichter war, sich auf einer neuenStelle, als auf einer mit Schutt und Trümmern angefüllten,anzusiedeln.

Von dem Platzeauf der alten Mauer" führt die Römer-strasse zum Theil noch sichtbar, über Rheindorf nach Hersei,wo römische Alterthümer gefunden werden. Von diesemOrte bis Cöln ist jede Spur verschwunden.

Nachtrag vom Jahre 1840. Die Castra Bonnensiahabenauf der alten Mauer" gelegen. Dieser Raum wirdbegrenzt östlich durch das hohe Rheinufer, südlich durchden Heerweg, westlich durch den Reiterweg und nördlichdurch eine Linie, die vom Jesuitenhofe nach dem Reiterwegegezogen wird, und ist 8 bis 10' über die umliegende Gegenderhöht, gegen welche er westlich und nördlich einen sehrsichtbaren Abfall hat.