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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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Die Richtung der römischen Rheinstrasse 80 ) hat sich nochin der jetzigen Stadt Bonn erhalten, welche zu beiden Seitenderselben erbaut Morden ist. Sie tritt durch das CoblenzerThor in die Stadt, und geht über den Belderberg, die Hunds-gasse, die Sandkaule und die Nonncnstrasse durch dieselbebis zur Stadtmauer, wo das Thor zugemauert ist. Durchdie alte Befestigung 81 ) ist sie von der Stadtmauer an zer-stört bis sie da, wo sie den Heerweg schneidet, wieder zumVorschein kommt, und durch die Mitte des Lagers unter demNamenalte Strasse" nach Rheindorf führt. Wo sie denHeerweg schneidet und südlich in das Lager tritt, würde dieporta decumana, und wo sie nördlich aus demselben führt,(wo sie einen stumpfen Winkel links macht) die porta prae-toria zu suchen sein. Diese Strasse bildete die via oderplatea praetoria des Lagers, so wie der Weg, der von demWicheishofe nach dem Reiterwege führt, die via principalis;und die porta principalis dextra würde beim Wicheishofeund die porta principalis sinistra da zu suchen sein , wojener Weg mit dem Reiterwege zusammen trifft. Dassnoch grosse Ueberreste von der Umfassungsmauer des Lagersnebst den .Thürmen und den abgerundeten ausspringendenWinkeln unter dem Boden liegen, ist mehr als wahrschein-lich, und würde sich durch genaues Sondiren mit einer eiser-nen Stange längs dem Heer- und Reiterwege, von letztermnach dem Jesuitenhofe und von diesem östlich an demWicheishofe vorbei, ausmitteln lassen. Bei Sondirung derletztern (der Rhein-) Front würde man von der Stelle ausgehen,wo der Verf. 1840 diese Mauer in dem von dem Heerwegenach dem Rheine führenden Hohlwege zu Tage liegend fand.Bei diesen Untersuchungen ist hauptsächlich dasjenige zu

80) Vgl. Jahrb. H. I. S. 22, H. m. S. 197, H. IX. S 129, H, XVII.S. 122 und 123.

81) Vgl. ebend. H. XXV. S. 98 ff.