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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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Herrn Rheindorf in Buschhofen finden sich Luftschachte, welchedie ganze innere Weite des Kanals einnehmen, und überwelchen als Decken Thürmchen gestanden zu haben scheinen.Wo dieser Aquädukt nicht gewaltsamer Weise zerstört wor-den ist, findet er sich noch durchaus wohl erhalten. Aufgrosse Strecken ist er jedoch ausgebrochen, und aus seinemMaleral sind Dörfer, Hüttenwerke, Klöster, Kirchen etc. etc.erbaut worden, und gegenwärtig wird er in den Gegenden,wo er noch nicht zerstört ist, als ein unerschöpflicher Stein-bruch benutzt.

Bestimmung dieses Kanals und wahr s chei nlioheZeit seiner Erbauung.

Dieser Aquädukt hatte gewiss keine andere Bestimmung,als Cöln und auch wohl die in seiner Nähe liegendenMilitairstationen mit frischem Trinkwasser zu versehen,wie es der Geschmack des Römers liebte 61 ). An Mineral-wasser, welches in ihm nach Cöln geleitet worden sei, istdabei nicht zu denken. Wasserleitungen waren überhaupt einLuxusartikel der Römer, eine Modesache, die an Orten nichtfehlen durfte, wo sich dieses Volk aufhielt. Daher die un-zähligen Ueberreste von Aquädukten, die sich in allen Län-dern finden, welche der römischen Herrschaft unterworfenwaren. Früher die Konsuln und später die Kaiser konntendas römische Volk durch nichts mehr erfreuen, durch nichtssich mehr bei ihm beliebt machen als durch die Anlegungeiner neuen und prächtigen Wasserleitung, und mehrere der-selben haben sich in Rom bis auf unsere Tage erhalten. Die

61) Sollten diese Canäle nicht auch besonders den Zweck gehabthaben , hin und wieder mit den Hauptstrassen zusammenzu-treffen um die Passanten mit Wasser zu versorgen und die alsLuftschachte gedeuteten obern Oeffnungen sind sie nicht auchzum Wasserschöpfen bestimmt gewesen ? W.