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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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Kanals aus wasserdichtem Mörtel, von Trass und klein ge-schlagenen Ziegeln bestehend, von 7 Zoll im Durchmesser.Die untere Weite des Kanals, auf der Sohle gemessen, be-trägt 27 Zoll, die obere 29 Zoll, und die beiden Absätzemit gerechnet, wo die Wölbung anfängt, 34 Zoll. Die Sei-tenwände desselben sind 39 Zoll hoch, und die ganze innereHöhe von der Sohle bis zur höchsten Wölbung beträgt 55Zoll, oder 4' 7". An den Seitenwänden befindet sich ein9 bis 10 Linien dicker und geglätteter Anwurf von dem-selben wasserdichten Mörtel, woraus die Sohle besteht.

An allen Orten, wo Regen und Schneewasser die Maue-rung des Kanals nicht entblösst hat, ist derselbe mit einermehrere Fuss dicken Erddecke belegt. Auf den ersten An-blick erscheint die innere Form des Aquädukts birnenförmigbis man bei näherer Untersuchung findet, dass sich auf derSohle und an den Seitenwänden desselben durch denWasserniederschlag Kalksinter 60 ) angesetzt hat, der von 8bis 12" an einzelnen Stellen noch mehr im Durch-messer hält, und beweiset, dass lange Zeit hindurch Wasserin diesem Kanäle geflossen ist.

In gewissen Abständen bei Burgfey und im Garten des

60) Dieser Kalksinter ist von feiner Struktur und nimmt eine sehrschöne Politur an. Aus ihm bestehen die kleinen Säulen ander südlichen äussern Rundung des Schiffs vom Münster zuBonn, die gegen 1' im Durchmesser und 7 bis 8' in derHöhe halten, und eine Säule in dem Naturalionkabinet zu Pop-pelsdorf. Diese Säulen sind lange ein Problem für die Mine-ralogen zu Bonn gewesen, und man wusste nicht, welcher Stein-art dieselben angehören könnten, bis man im Jahre 1828beim Ausbrechen des römischen Kanals bei Cadorf das Wahrefand. (Ebenso ist er zu Säulen, Altarplatten und sonst zuVerzierungen verwendet in den Kirchen zu Lüftelberg, Münster-eifel, Siegburg, Laaoh, Altenahr, Flamersheim, Commern,Lindlar, S. Cäcilia und S. Gereon zu Cöln. W.)