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der entgegengesetzten Seite wieder nach dem Hauptthaleherabgefiihrt werden konnte. Nur an einzelnen wenigenStellen, wo er über grössere Thäler hinweggeführt werdenmusste, wie z. B. bei Rheder von der linken auf die rechteSeite des Erftthales, scheint dieses oberirdisch auf Bogen-stellungen geschehen zu sein, obgleich davon keine Spurenmehr sichtbar sind. Annehmen zu wollen, dass er auchhier unter der Erft durchgegangen sei, und dass die Was-sermasse des Kanals durch das grosse Gefalle, welches die-selbe von der Höhe bei Weingarten nach Rheder und nachder Erft herab hatte, auf der rechten Seite dieses kleinenFlusses durch den Druck allein wieder so hoch gehobenworden sei, um über die Ebene von Palmersheim forlfliessenzu können, scheint unwahrscheinlich: denn welche Dimen-sionen müsste hier das Mauerwerk dieses Kanals gehabthaben, um den Druck einer so grossen Wassermasse aus-halten zu können 59 ).
Es fragt sich nun, welches waren die Ursachen, warumdie Römer diesen Kanal unterirdisch führten, und dadurchseine direkte Länge um das Vielfache vergrösserten, wo sieoft durch eine einfache Bogenstellung denselben über dieschmalen Seitenthäler und Schluchten hätten leiten können ?
Dem Verf. scheinen folgende die wahrscheinlichsten:
1) das Wasser wurde dadurch im Sommer kühl undfrisch erhalten, und
2) während des Winters in dieser nördlichen und zum
59) Nach Herrn Eicks Mittheilungen sind weder am Erftflnsse beiRheder noch am Schwistbache oberhalb Lüftelberg Bogenstel-lungen -vorhanden gewesen, (andere wollen sie gesehen haben)mittelst denen der Kanal von einem zum andern Ufer hinüber-geführt wurde, sondern in beiden Fällen geht derselbe unterdem Baehbette durch. Nur einmal findet sich eine Bogenstel-lung im Feybacherthale gerade dem Dorfe Vussem gegenüber,um zwei nah zusammentretende Bergabhänge zu verbinden.