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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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So weit der Kanal gegenwärtig noch sichtbar ist, gehter durchaus unterirdisch und ist, um das nötliige Gefällezu gewinnen, mit grosser Kunst in gebrochener und schlan-genförmigcr Linie so geführt, dass er z. B. an dem rechtenThalrande der Urft und des Feybaches, wo er über vieleNebenthäler und Schluchten hinweg geleitet werden musste,an der einen Seite derselben so lange aufwärts geht, bis ermit dem nöthigen Niveau unter denselben durch und auf

durch das Feytlial, aus diesem in das Thal der Erft, in denKreis Rheinbach und über Lülftelberg und Buschhoven nachdem Vorgebirge, an dessen östlicher Seite sie nach Walberbergund Keldenich, und dann mehr in östlicher Richtung nach demrömischen Kastell bei Rodenkirchen ging. Die höchste Wasser-leitung war aber diejenige, welche nach Zülpich führte. Sienahm nördlich von Schmittheim Quellen auf, welche jetzt indie Urft einmünden, führte durch das Urftthal bis oberhalbCall und zog unterhalb Keldenich und Dotteln nach Zülpichhin. Die Längenstrecke dieser sämmtlichen Wasserleitungenbeträgt an 2G Meilen, und das grossartige römische Bauwerk'ist etwa der Ausführung grösserer Eisenbahnen zu vergleichen.Herr Geh. Ober-Berg-Rath Nöggerath sprach auch über denschönen Marmor, welcher aus der Sinterbildung in der Was-serleitung gewonnen worden ist, und zu welchen Bauten erverwendet worden. Er zeigte auch, wie aus den Stratlfikatio-nen dieses Marmors und der Dicke seines Absatzes die Zeitseiner Bildung sich berechnen lasse. Hiernach würde dasWasser etwa 600 Jahre lang in der Leitung geflossen sein,und wenn man annimmt, dass dieselbe unter Karl dem Grossenzerstört worden, um den Marmor zu gewinnen (nach Geleniusp. 261) wofür Manches spricht, so könnte ihre Erbauung gegendas Ende des 2. Jahrb.. unserer Zeitrechnung fallen. (Nach denUntersuchungen des Herrn Eick wäre nur ein einziger unge-teilter Canal aus der Eifel nach Cöln gegangen und der etwa20 Minuten in der Länge betragende Seitenarm von Dreimühlen,mündete gleich unterhalb des alten Hammers in die aus demUrftthale kommende Hauptwasserleitung. W.