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Auf beiden Seiteu der Chaussee ist er vor einigen Jahrenauf eine längere Strecke ausgebrochen worden. In deralten Burg, einem ehemaligen römischen Kastell, wurdewahrscheinlich das, durch den Kanal herbeigeführte, Wassergesammelt, und von hier aus weiter nach Cöln geleitet undvertheilt.
Alle frühern Nachrichten haben diese Wasserleitung vonWalberberg längs der Ville über Pinsdorf, Vochem, Fische-nich , Hermühlheim und Eiferen nach Cöln gehen lassen.Dieses ist jedoch nach den hydraulischen Gesetzen unmög-lich, da die Gegend von Pinsdorf bis Hermühlheim weit höherliegt, als der Kanal in Walberberg, und dieser Indium istdaher entstanden, dass sich von Eiferen 5T ) nach Cöln zu,bei Schleifkotten und weiter, noch die Ueberreste einesandern römischen Aquädukts vorfinden, der oberirdisch aufBogenstellungen nach Cöln ging und in welchem der jetzigeFeldbach nach diesem Orte geleitet wurde 58 ).
57) Vgl. Jahrb. H. XIV. S. 183.
58) Vgl. ebend. H. XXVII. S. 144. Nach dem Referate in derKölnischen Zeitung v. J. 1859. Nro. 362. hat derselbe HerrVerfasser Geh. Rath. Prof. Nöggerath in Bonn am 28. December1859 einen Vortrag über diesen Gegenstand gehalten. Darnachlassen sich die Spuren der Wasserleitung nur Ton Köln bis indas Kalkgebirge der Eifel verfolgen, und sie weisen nioht blossauf einen einzigen Traktus hin, es waren mindestens drei soloherLeitungen vorhanden. Eine dieser Leitungen nahm in der Eifel beidem Dorfe Calmuth die dort vorhandenen, jetzt zum Theil ver-sumpften Quellen auf. Sie ging über Liblar, wo auf dem Feldeder Braunkohlen-Concession Concordia an der grossen römischenHeerstrasse ein römisches Castrum stand. Von da setzte siein einer noch vorhandenen Bösche, Elvengraben jetzt genannt,im Walde der Ville über den Rücken des sogenannten Vorge-birges, und ging über Vochem, Kendenich, Hermühlheim, Effern,Schleifkotten nach der alten Colonia zu. Die andere Leitungnahm oberhalb Eiserfey die Quellen von Dreimühlen auf, setzte