Druckschrift 
F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
Entstehung
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

53

sich wenig über die Fläche erhebenden Ville wieder zumVorschein. In dem Weiher des Schlosses von Buschhovensteht er zu Tage, und führt, 12' unter der jeztigen Ober-fläche, durch den Brunnen des Bauern Stolz in diesem Dorfe.Bald unterhalb Buschhoven ist er auf eine längere Streckeausgebrochen, und sein Material zum Bau des ehemaligenKlosters Capellen verwendet worden. Er geht hier an deineisernen Manne 51 ) , einer eisernen Grenzstange dreier hierzusammenstossenden Gemeinde-Marken, vorbei, und führt inschräger ßichtung durch den Wald über die Ville. An demöstlichen Abhänge derselben senkt er sich nach Cadorf 55 )herab, wo er zu Tage kommt, und läuft an diesem Ab-hänge, an mehrern Stellen z. B. Hemmerich und Mertensichtbar, fort nach Walberberg, wo er unter der westlichenHäuserreihe dieses Dorfs fortführt und in mehrern Häusernals Keller benutzt wird. 66 )

Von Walberberg aus ist er nicht mehr sichtbar; seineweitere Portsetzung gegen Meschenich ist jedoch durch dasalte Gemäuer, auf welches die Landleute bei Bearbeitungdes Feldes treffen, und durch das schlechte Wachsthum desGetreides in trockenen Jahren zu erkennen. Von Mesche-nich wendet er sich gegen die Chaussee von Cöln nachBonn, und führte zwischen dem 24. und 25. Chausseesteineunter dem Namen der Teufels-Calle (Kanal) über dieselbeund auf der flachen Höhe fort nach der alten Burg ober-halb Cöln.

54) Vgl. Jahrb. H. XXVIII. [S. 107. S. Minola's Abhandlung;in Brewer's vaterländischer Chronik J. 1826. H. VI. S. 321fg. F.]

55) Vgl. ebend. H. XXVII. S. 161.

56) Bei Walberberg ist der im Heft XXVII p. 161 dieses Jahrb.erwähnte Warlthurm auä dem Material des Römercanals er-baut. W.