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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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der Erft übergegangen. Ueberreste einer Bogensiellung sindnicht mehr vorhanden. In den Feldern zwischen Palniers-heim und Flamersheim 52 ) hat ihn im vorigen Jahre (1828)der Gutsbesitzer v. d. Leyen auf eine grössere Strecke aus-brechen lassen. Bei der Kirche von Niederkastenholz be-findet sich ein nicht tiefer runder Brunnen, der etwa 8'im Durchmesser hält, und mit einem noch zum Theil erhal-tenen römischen Mauerkranze umgeben ist. Das Wasserdieses Brunnens ist von vorzüglicher Beschaffenheit. Alsman diesen Brunnen vor einigen Jahren reinigte, fand manauf dem Boden noch wohl erhaltene römische Mosaik undeinen gemauerten Kanal, der nach dem Hauptkanal hcrab-zugehen und diesen mit dem Wasser des Brunnens gespeisetzu haben scheint.

Aus der Gegend von Palmersheim wendet sich der Kanalnach dem Schor renwalde, und führt am nördlichenSaume desselben, an mehreren Stellen sichtbar, in einemgrossen Bogen am Fusse des nördlichen Abhanges der Vor-berge der Eifel um Rheinbach, wo er auf eine grössereStrecke verschwindet 53 ). In den Feldern zwischen Mecken-heim und Ramershoven soll man an mehrern Orten dieSpuren dieses Kanals entdeckt haben. Erst unterhalb Lüf-telberg kommt er an dem westlichen Abhänge der hier

52) Vgl. Jahrb. H. XIV. S. 172.

53) Die grosse Krümmung, welche der Kanal längs der Vorbergeder Eifel um die Ebene von Rheinbach macht, war nöthig, umdas erforderliche Gefälle zu gewinnen, womit er über die Villegeführt werden konnte. Die Ville ist der flache und bewaldeteHöhenrücken zwischen dem Rheinthale und dem Schwistbache(weiter unterhalb der Erft). Dieser aus Braunkohlenlagern be-stehende und mit aufgeschwemmten Kies- und Sandschichtenbedeckte Höhenrücken erhebt sioh bei Meckenheim kaum sicht-bar über die vorliegende Ebene, und wird erst weiter unter-halb höher.