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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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Cöln führte, ist bereits gesprochen worden. Ausser dieserverdienen bemerkt zu werden:

a) Die Militärstrasse von Zülpich nachNeuss 47 ) (N o v e s i u m).

Diese Strasse ist als eigentliche Fortsetzung der Strassevon Trier zu betrachten, und war die kürzeste Verbindungs-linie zwischen Trier und dem Niederrheine, ohne Cöln zuberühren. Sie wird in der Gegend dieHeerslrasse" ge-nannt, ob sie gleich gegenwärtig nur theilweise als Wegbenutzt wird. Da diese Strasse von Zülpich bis Neussgrösstentheils durch Aecker und fetten Lehmboden führt, so istsie .an den meisten Stellen zerstört oder überdeckt, und nurnoch streckenweise als Römerstrasse zu erkennen. Sie istweder in dem Itinerar, noch auf der Peutingerschen Tafelangegeben. Sie führt aus dem nördlichen Thore von Zül-pich (dem Bachthore), geht in gerader und fast nörd-licher Richtung an Gladbach vorbei nach Luxhcim, undfolgt der linken Thalhöhe des Neffelbaches bis in die Gegendvon Blatzhcim. In dieser Entfernung ist ihre römische Bau-art noch an vielen Stellen sichtbar. Bei Bolheim führt die-selbe durch die Ueberreste eines römischen Etablissements,in welchen vor einigen Jahren viele Alterthümer gefundenworden sind. Von Blatzheim geht sie in gerader nördlicherRichtung durch Mülheimer Loch nach PfafFendorf, undfolgt von diesem Orte an der linken Thalhöhe der Erft.Sie ist von dem Verf. nicht weiter verfolgt worden. DerFlecken Caster, welchen diese Strasse an JOOO Schritt öst-lich liegen lässt, wird allgemein für ein römisches Castrumgehalten. Die Ruinen der alten Burg von Caster und dieMauern , welche den Ort umgeben, stammen jedoch aus dem

47) Vgl. Jahrb. H. I. S. 107, H. II. S. 45, und H. V. u. VI. S. 407.