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Die grosse Ausdehnung dieser Ruinen nnd die vielen beiBearbeitung des Feldes jederzeit hier gefundenen römischenAlterthümer 41 ) scheinen darzuthun , dass Belgica eine Mili-tairsfation von grösserer Bedeutung und mit mehrern kleinenPosten, wie Antvveiler, Wachendorf, dem Herkelstein undandern umgeben war.
Die Fortsetzung der Römerstrasse ist von dem Kaiser-steine in diesem niedrig gelegenen Lande auf beiden Seitender Erft auf weitere Strecken nicht mehr sichtbar, und er-scheint erst wieder westlich von Esch, wo sie in geraderRichtung, Strassfeld und Mückenhausen rechts lassend, nachMettcrnich führt und in dieser Ausdehnung noch jetzt alsWeg benutzt wird. Von Metternich über die Ville und indem Rheinthale bis Cöln hat der Verf. keine sichtbarenSpuren dieser Römerstrasse mehr auffinden können.
B) Richtung über Zülpich (Tolbiacum)nach Cöln.
Dieser Arm ging von der Höhe des rechten Thalrandesder Urft gerade aus und führte nach dem
Königsfelde auf den Fluren östlich von Keldenich 12 ),wo sich ein römisches Etablissement befand und wo nochfortwährend viele römische Münzen und Anticaglien ge-
41) Vgl. Jahrb. H. I. S. 85, 127, 128, H. V. und VI S. 321.und 340.
42) Dass Keldenich das Calydona des Ammian. (XXVII, 1.) sei,— (was durch Valesius unnöthiger Weise in Cabillona [Ern.liest Cobilona] umgeändert wird), — von wo Charietto den Se-verianus mit den divitensischen (von Diest bei Tongern) undtungrischen Truppen zu sich beordert, um gegen die Alleman-nen am Oberrheine zu kämpfen, ist nicht unwahrscheinlich, daSeverianus mit den genannten Truppen wohl auf der Höhevon Keldenich aufgestellt sein konnte , um von da aus das
niedere Land gegen die Streifereien der Franken zu decken.(Vgl. Minola Uebersicht etc. etc. S. 73.)