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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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gedeckt worden, und besonders ist ihre gerade Linie beidem belgischen Forsthause Hestreux (Heisterberg) sichtbar".

b) Der zweite Arm, noch fast durchgängig gut erhaltenfolgt der Richtung der jetzigen Blankenheimer Strasse, führtdem Schmittheimer Eichholz entlang bis an den Weg 38 ),welcher von dem Manderscheiderhofe kommt, wo er sich indem Waldchen Olbrück nach Norden wendet und mit demgenannten Wege an der alten Burg vorbei, durch die Urft(hier Oroff genannt) theils nach Marmagen führt, theilsdieses Dorf auf eine halbe Stunde links liegen lässt.

Marmagen (Marcomagus) 89 ) war von Icorigiumaus der nächste Etappenort, und nach dem Itinerar und derPeutingerschen Tafel 8 Leuken davon entfernt. Die wirk-liche Entfernung längs der Römerstrasse beträgt gegen 9Leuktn. In diesem , auf einer freiliegenden Anhöhe befind-lichen, Dorfe werden gegenwärtig nur wenige römischeAlterthüiner gefunden. Was gefunden wird, besteht in Mauer-überresten unter der Erde, in wenigen Münzen, Todtenurnenu. s. w-, auch scheint dieser Ort zur Zeit der Römer nichtvon Bedeutung gewesen zu sein.

Von Marmagen aus ist die Römerstrasse nicht mehr sicht-

38) Ton diesem Punkte geht eine noch sichtbare Römerstrasse,die jedoch vom Verf. nicht weiter verfolgt worden ist, geradeaus, dicht am Blankenheimerdorf vorbei und scheint nach Bonngeführt zu haben.

39) Die celtogallische Endung magus, welche in mehrern Orts-namen in den Rheingegenden vorkommt, hat mit dem deutschenStadt, Ort" gleiche Bedeutung. Hier Marcomagus Grenz-stadt , weil dieser Ort auf der Grenze der Trevirer undUbier gelegen war. Sonst noch: Noviomagus (jetzt Neumagenund auch Nimwegen) , ' Borbetomagus (Worms) , Rigomagus(Remagen), Durnomagus (Dormagen) und mehrere andere. DieseOrte scheinen alle vor den Römern bereits vorhanden gewesenzu sein.