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gekommen sind, obgleich durch die Kopisten des Mittelaltersin den Angaben der Ortsnamen und der Zahlen sehr verdorben.
a) Das Itinerarium Antonini besteht eigentlich aus zwei Itine-rarien, wovon das eine die Marschroute von Rom nach Gallienauf sechs verschiedenen Strassen enthält, und das zweite sichauf alle Provinzen des römischen Reichs erstreckt. In derGestalt, wie diese Itinerarien auf uns gekommen sind,kann keiner der Kaiser, die den Namen Antoninus führten,Urheber davon sein, indem Oerter in ihnen vorkommen,welche erst nach der Periode der Antonine entstanden sind.Wahrscheinlich hat Antoninus Pius, nach einer genauem Ver-messung der Strassen, den ersten Wegweiser entwerfen lassen,in welchen später das Neuentstandene nachgetragen wurde.
An die Itinerarien des Antoninus schliesst sich das Itinera-rium Hierosolymitanum, oder der Wegweiser von Rordeauxnach Jerusalem, welcher in einer spätem Zeit entstandenund vollständiger als jene ist, indem in ihm selbst die Mu-tationen angegeben sind.
b) Die Peutingersche Tafel 8 ) besteht aus 11 kaum einenFuss breiten Pergamentblättern, die zusammen eine Längevon 20 Fuss geben. Das zwölfte Rlatt, welches das westlicheAfrica, Portugal, Spanien und einen Theil von Britannienenthielt, ist verloren gegangen. Das auf uns gekommeneExemplar ist die sehr fehlerhafte Kopie eines Mönches ausdem 13. Jahrhundert. Es wurde von dem Dichter Celtesaufgefunden und dem Augsburger Conrad Peutinger ge-schenkt, von dein es den jetzigen Namen führt. Späterbrachte es der Prinz Eugen von Savoyen mit grossen Kostenan sich, und mit dessen Sammlungen von Charten undBüchern ist es in die kaiserliche Bibliothek zu Wien gekommen.
8) Vgl. Freudenberg's Beurtheilungen der neueston Schriften überdie Tabula Peutingeriana in d. Jahrb. d. V. Heft IX. 168 u. XIV.167. F.